Kassenärztliche Vereinigung: Obligatorisches und Nützliches

Hier erhalten Sie obligatorisches und nützliches Wissen. Dieser Ratgeber zur Kassenärztlichen Vereinigung soll Ihnen einen detaillierten Überblick über das Wesen und die Funktion der Kassenärztlichen Vereinigung verschaffen.


Kassenärztliche Vereinigung - Ärzteberater


Aufbau der Kassenärztlichen Vereinigung

Ein Arzt hält eine Akte in Händen und sieht skeptisch in die Kamera.

Was ist die Kassenärztliche Vereinigung?

Die Kassenärztliche Vereinigung ermöglicht allen Patienten in Deutschland die Wahlfreiheit ihrer Ärzte. Sie ermöglicht es Ihnen, als niedergelassener Arzt, allgemeinversicherte Patienten zu betreuen und diese über die Krankenkassen abzurechnen.


mediSearch Kassenärztliche Vereinigung

Die Aufgaben der Kassenärztlichen Vereinigung

Interessensvertretung

Die Kassenärztliche Vereinigung vertritt die Interessen, Rechte und Pflichten ihrer Mitglieder gegenüber den Krankenkassen. Hierbei handelt es sich um etwa 172.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland.

Auf Bundesebene, setzt sich die KBV gesundheitspolitisch für die kontinuierliche Freiberuflichkeit, Niederlassungsfreiheit und freie Arztwahl ein. Sie kämpft auch für die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Arztberufs, um dessen Attraktivität für potenzielle neue Ärzte zu steigern. Dazu gehört unter anderem der Abbau der Alltagsbürokratie für Ärzte und die Verbesserung der Familienverträglichkeit des Berufs.

Das primäre Anliegen der Kassenärztlichen Vereinigung ist die bessere Entlohnung von Ärzten und Psychotherapeuten. Dafür setzt sich die KBV in Gremien, wie dem Gemeinsamen Bundesausschuss, dem Bundesschiedsamt und dem Bewertungsausschuss ein. Darüber hinaus vertritt die Kassenärztliche Bundesvereinigung dieses Interesse in Verhandlungen mit den Krankenkassen.

Steine übereinander symbolisieren den Aufbau der Kassenärztlichen Vereinigung

Sicherstellung

Die KV ist das Ergebnis eines historischen Streits zwischen Ärzten und Krankenkassen, der 1913 im Berliner Abkommen mündete. Dabei wurde unter anderem die freie Arztwahl eingeführt. Ärzte hätten individuell keine Verhandlungsmacht gegenüber den Krankenkassen, wodurch ihre Praxen schwach gestellt wären. Deswegen verhandeln die KV und die Krankenkassen Kollektivverträge für alle Ärzte. Damit wird sichergestellt, dass Ärzte nicht wirtschaftlich benachteiligt und entsprechend ihren Leistungen entlohnt werden.

Im Gegenzug müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen gewährleisten, dass die ärztliche Versorgung für alle Bürger bereitgestellt wird. Das heißt unter anderem, dass Ärzte kein Streikrecht haben. Im Gegenzug haben Sie die Gewissheit, dass Sie adäquat entlohnt werden. Seit 1955 wurden über die Jahrzehnte allmählich mehrere Reformen des Kassenarztgesetzes umgesetzt, die das Sicherstellungsmonopol der KV immer weiter aufgeweicht hat. Die KV wehrt sich energisch dagegen und kämpft dafür, wieder zum Ursprungskompromiss zurückzukehren.

Eine neue Lieferung mit Medikamenten wird von zwei Pharmazeuten inspiziert.

Versorgung

Die KBV ist verpflichtet die ambulante vertragsärztliche Versorgung zu organisieren und zu verbessern. Dabei kommt ein äußerst interessantes Instrument zum Einsatz: die Bedarfsplanung.

Die Bedarfsplanung wird gemeinsam von der KBV und den Kassen im Gemeinsamen Bundesausschuss ausgearbeitet und in einer Richtlinie verschriftlicht. Sie erlaubt es flächendeckend den ambulant vertragsärztlichen Bedarf zu planen und zu regulieren. Dabei gibt es Abweichungsmöglichkeiten für die einzelnen Regionen. So wird dafür gesorgt, dass auf ihre jeweiligen Besonderheiten eingegangen wird.

Sie möchten sich niederlassen? Informieren Sie sich in diesem Guide über die Kassenzulassung und inwiefern Ihnen die Bedarfsplanung erlaubt ihren Praxisstandort auszuwählen.

Im Gemeinsamen Bundesausschuss wird auch der Leistungskatalog der Krankenkassen debattiert. So kann die KBV neue Arzneimittel und Leistungen bewerten, bevor die Kassen diese für Patienten übernehmen. Es wäre relativ sinnlos ein Arzneimittel zu fördern, welches von Ärzten nicht verschrieben wird, oder Leistungen abzudecken, die nur ein Bruchteil der Ärzteschaft anbietet.

Ein Großteil der Arbeit der KV beinhaltet die Aushandlung von Verträgen und Vereinbarungen. Dazu gehören der Bundesmantelvertrag, Verträge mit besonderen Kostenträgern (Polizei, Heer, Post, Unfallversicherungen etc.) und Rahmenempfehlungen für Verträge zwischen Kassen, Krankenhäusern und Vetragsärzten. Aber auch Vereinbarungen über Datenaustausch mit den Kassen und einheitliche Qualifikationserfordernisse für Untersuchungs- und Behandlungsmethoden gehören dazu.

Ähnlich wie bei der Ärztekammer, entwickelt die Kassenärztliche Bundesvereinigung bundesweite Vertragsvorlagen, die von den regionalen KVs übernommen und angepasst werden können. So wird die Koordination von Behandlungen verbessert und das Vertrauen der Patienten in ihre Ärzte gefördert.

Unter www.versorgungsatlas.de können Sie mehr aktuelle Informationen und Einblicke in die medizinische Versorgung Deutschlands gewinnen. Die Daten werden von der KBV und dem ZI (Zentralinstiut für kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschlands) zusammengestellt.

Ein Arzt hält ein Stethoskop an seiner Seite.

Kassenärztliche Vereinigung (KV)

Ähnlich wie die Ärztekammer, gliedert sich die Kassenärztliche Vereinigung in 17 regional organisierte Kassenärztliche Vereinigungen. Es besteht je eine pro deutschem Bundesland, mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen. Hier gibt es zwei Vereinigungen, eine für Nordrhein und eine für Westfalen-Lippe.

Es wird auch zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen unterschieden.

Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen

Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen sind:

  • die im jeweiligen Zuständigkeitsbereich niedergelassenen zugelassenen Ärzte und Psychotherapeuten,
  • die bei Vertragsärzten und den zugelassenen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) tätigen angestellten Mediziner (mindestens halbtags tätig);
  • die im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung in den zugelassenen medizinischen Versorgungszentren tätigen angestellten Ärzte und
  • die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden ermächtigten Krankenhausärzte.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Die 17 regionalen KVs sind die Mitglieder der KBV. Was die KBV besonders macht, ist ihr Wesen als Körperschaft. Das gibt ihr ein Alleinstellungsmerkmal unter allen ärztlichen Interessenvertretungen und stärkt ihren Einfluss auf den gesundheitspolitischen Gesetzgebungsprozess.

Leitbild

Die KBV hat im Jahr 2002 folgendes Leitbild für sich selbst verabschiedet:

„Wir sind und bleiben die übergreifende Interessenvertretung der niedergelassenen Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Deutschland. Wir sind und bleiben aber auch die Körperschaft des öffentlichen Rechts, die die Versorgung mit ambulanten medizinischen Leistungen für alle Versicherten aufbauend auf der föderalen Struktur in sinnvoller Arbeitsteilung mit den Kassenärztlichen Vereinigungen sicher und gerecht organisiert. Basis dafür ist und bleibt der Kollektivvertrag in einem sinnvollen Nebeneinander mit anderen Versorgungsverträgen.”

Unsere Ziele lauten:

  • Für die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen wollen wir bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Neben einer angemessenen, sicheren und nachvollziehbaren Vergütung, dem Abbau unnötiger Bürokratie und der Förderung des ärztlichen und psychotherapeutischen Nachwuchses, bedeutet dies vor allem, dass auf der Grundlage eines geschützten Patienten-Arzt-Verhältnisses die Behandlung und Betreuung der Menschen in einem von Arzt und Psychotherapeut selbstbestimmten Umfang stattfinden muss.
  • Für die Patienten streben wir deren größtmögliche Zufriedenheit durch die konsequente Ausrichtung unserer Arbeit auf die Bedürfnisse der Patienten und durch mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung an. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir auf der Grundlage eines für Vertragsärzte und -psychotherapeuten transparenten Informations- und Entscheidungsprozesses alle Verbesserungsmöglichkeiten ausschöpfen, damit unsere Dienstleistungen positiv bewertet werden.”

Quelle: Webseite der KBV. Stand: Juni 2020

Personen, die in einem Vorraum diskutieren, als Repräsentation für Fachausschüsse.

Gremien & Ausschüsse

Abgesehen von den mannigfaltigen internen Ausschüssen der KBV, ist die KBV selbst teil mehrerer Gremien und Ausschüsse der ärztlichen Selbstverwaltung, gemeinsam mit anderen Organisationen, wie etwa den Krankenkassen. In diesen Gremien und Ausschüssen vertritt die KBV ihre Mitglieder und deren Interessen.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Wie bereits erwähnt, treffen die KBV und Kassen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) aufeinander, um die Leistungen der Krankenkassen festzulegen. Es ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung aus Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern und Krankenkassen. Der G-BA definiert außerdem Standards für Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungsmaßnahmen der verschiedenen Leistungsbereiche des Gesundheitswesens.

Bewertungsausschuss

Im Bewertungsausschuss entscheidet die KBV mit den Krankenkassen über das Gebührenverzeichnis, nach dem die Vertragsärzte Leistungen zulasten der Krankenkassen abrechnen können: den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Dem Bewertungsausschuss gehören sechs Mitglieder an. Je drei werden von der KBV und vom Spitzenverband der Krankenversicherung nominiert. Der Vorsitz wird abwechselnd von beiden Seiten geführt.

Arbeitsausschuss des Bewertungsausschusses

Er bereitet die Beratungen und Beschlussfassungen vor.

Erweiterter Bewertungsausschuss

Der Erweiterte Bewertungsausschuss tagt nur, wenn die Mitglieder des Bewertungsausschusses nicht in der Lage sind eine Einigung zu erzielen. In dem Fall müssen sich die Mitglieder zumindest einig sein, dass eine Einigung in dieser Zusammensetzung unmöglich wäre. Mindestens zwei Mitglieder müssen dieses Anliegen im Bewertungsausschuss einbringen. Diesem Beschluss zur Folge wird der Erweiterte Bewertungsausschuss einberufen. Der Bewertungsausschuss erhält somit zusätzlich einen unparteiischen Vorsitzenden und zwei weitere unparteiische Mitglieder. Letztere werden jeweils von der KBV und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung nominiert.

Bundesschiedsamt

Das Bundesschiedsamt tagt wenn sich Kassen und KV nicht auf den Bundesmantelvertrag einigen können (der die Entlohnung umrahmt). In diesem Fall interveniert das Bundesschiedsamt und versucht beide Vertragspartner zu einer Einigung zu bewegen.

Vertreterversammlung

Die Vertreterversammlung besteht aus 60 Mitgliedern. Sie sind teils Vorstände der KVs, teils gewählte Ehrenamtliche Ärzte und Psychotherapeuthen. Genau genommen sind es 24 Fachärzte, 24 Hausärzte, 6 Psychotherapeuten und 6 Mitglieder, die weder Arzt noch Psychotherapeut sind.

Die Vetreterversammlung vertritt die Körperschaft gegenüber dem Vorstand und dessen Mitgliedern. Sie legt den Haushaltsplan fest, beschließt die Satzung und andere autonome Rechte. Die VV wählt und überwacht den Vorstand und trifft alle wichtigen Entscheidungen für die Körperschaft. Darunter fällt unter anderem auch die Entlastung des Vorstandes wegen der Jahresrechnung und Entscheidungen bezüglich Gebäuden und Grundstücken der Körperschaft, bzw. deren Neuanschaffung.

Die Vertreterversammlung bildet mehrere Ausschüsse, in denen sie arbeitet.

Mehrere Ärzte stehen in einem Kreis und beraten untereinander.
Healthcare professionals during a meeting at the hospital – High angle view
Beratender Fachausschuss für die hausärztliche Versorgung

Der beratende Fachausschuss für die hausärztliche Versorgung besteht aus acht Ärzten im Bereich hausärztliche Versorgung und fünf Stellvertretern. Dabei müssen alle Arztgruppen, die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen vertreten sein. Der Fachausschuss verabschiedet schriftliche Stellungnahmen zu Themen, die die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung berühren und die Gesamtheit der teilnehmenden Ärzte betreffen.

Beratender Fachausschuss für die fachärztliche Versorgung

Der beratende Fachausschuss für die fachärztliche Versorgung setzt sich aus acht zugelassenen oder ermächtigten Fachärzten zusammen. Vertreter der konservativen, operativen, medizinisch-technischen Medizin und der ermächtigten Krankenhausärzte müssen dabei vertreten sein. Für jedes Mitglied wird ein Stellvertreter bestellt.

Ähnlich, wie der hausärztliche Fachausschuss, nimmt der Fachausschuss für die fachärztliche Versorgung schriftlich Stellung zu wesentlichen Fragen, die die Sicherstellung der fachärztlichen Versorgung berühren und die Gesamtheit der an der fachärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte (abgesehen von Psychotherapeuten) betreffen. Die Einrichtung dieses Ausschusses basiert auf der Satzung, wird aber nicht vom Gesetz vorgeschrieben.

Beratender Fachausschuss für Psychotherapie

Alle weiteren Fragen, die die psychotherapeutische Versorgung berühren, fallen in den Aufgabenbereich des beratenden Fachausschusses für Psychotherapie. Die Mitglieder dieses Ausschusses sind fünf psychologische Psychotherapeuten, ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, sowie gleichviele Ärzte. Sie werden aus dem Kreis der Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen in unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt. Der Ausschuss muss vor Entscheidungen, die die psychotherapeutische Versorgung betreffen, die Möglichkeit bekommen eine Stellungnahme abzugeben.

Beratender Fachausschuss für angestellte Ärzte/Psychotherapeuten

Der beratende Fachausschuss für angestellte Ärzte und Psychotherapeuten setzt sich aus acht Mitgliedern zusammen. Jeweils drei Mitglieder sind angestellte Ärzte in vertragsärztlichen Praxen und in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Jeweils ein weiteres Mitglied ist ein angestellter Psychotherapeut in einer vertragspsychotherapeutischen Praxis bzw. in einem MVZ. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist, dass der angestellte Arzt oder Psychotherapeut mindestens halbtags arbeitet und soweit es sich um angestellte Ärzte und Psychotherapeuten in MVZ handelt, sie Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung sind. Vor Entscheidungen oder Beschlüssen des Vorstands oder der Vertreterversammlung über Fragen, welche eine besondere Bedeutung für die Leistungserbringung von angestellten Ärzten und Psychotherapeuten in vertragsärztlichen/vertragspsychotherapeutischen Praxen und MVZ haben, ist der Ausschuss berechtigt eine Stellungnahme abzugeben.

Finanzausschuss

Der Finanzausschuss bereitet die Beschlussfassung der VV über den Haushaltsplan und die Jahresrechnung vor.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten unterstützt die Vertreterversammlung bei der Vorbereitung zum Abschluss von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern. Der Ausschuss hat acht Mitglieder. Der Vorsitzende und die stellvertretenden Vorsitzenden der Vertreterversammlung sind immer Mitglieder des Ausschusses.

Neben den gerade genannten Ausschüssen, gibt es noch den Satzungsausschuss, Koordinierungsausschuss und den Compliance-Ausschuss, welche alle selbsterklärende Namen tragen.

Der Vorstand

Der Vorstand leitet die KBV und vertritt sie nach außen. Er vertritt jedoch streng genommen nur die Körperschaft, nicht die Vertreterversammlung, deren Kompetenzen voneinander strikt getrennt wurden.

Er setzt sich aus drei gewählten Personen zusammen, die alle sechs Jahre von der neukonstituierten Vertreterversammlung gewählt werden. Es handelt sich hierbei immer um einen Haus- und einen Facharzt, sowie einem weiteren Mitglied. Vorstandsmitglieder dürfen nicht Teil der Vertreterversammlung sein. Die 16. Wahlperiode beginnt ordnungsgemäß im Jahr 2023.


Mann wirft Brief in die Wahlurne und symbolisiert die Wahlen der KV

Wahlen

Die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung wählen lokal bzw. regional Arztverbände und deren Kandidaten zur Vertreterversammlung ihrer KV. Anschließend wählt die VV ihren Vorstand und die einzelnen Asschussmitglieder. Der Vorstand der KV wird dann zur Vertreterversammlung der KBV entsandt. Zusätzlich wählen die Mitglieder der KV die übriggebliebenen KBV Mitglieder. Die KBV Vertreterversammlung wählt letztlich ihren Vorstand.

Grüne Ampel symbolisiert das Zulassungsverfahren

Zulassungsverfahren

Die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung gibt dem Arzt oder Psychotherapeuten die Berechtigung gesetzlich versicherte Patienten zu behandeln.

Die Voraussetzung für die Zulassung bildet der Eintrag in das Arztregister durch die KV. Dies wiederum setzt voraus, dass der Arzt approbiert ist und entweder eine allgemeinmedizinische oder fachliche Weiterbildung absolviert hat.

Die Eintragung in das Arztregister erfolgt durch die Bezirksstelle der KBV, im Bezirk in dem der Arzt wohnhaft ist. Sollten Sie Ihren Hauptwohnsitz außerhalb Deutschlands haben, können Sie frei eine Bezirksstelle wählen.

Auf Ihren Antrag hin wir der Zulassungsausschuss einberufen. Der Zulassungsausschuss beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

Gegen Entscheidungen des Zulassungsausschusses können die am Verfahren beteiligten Ärzte und ärztlich geleiteten Einrichtungen, die KV, die Landesverbände der Krankenkassen sowie Verbände der Ersatzkassen beim Berufungsausschuss Widerspruch einlegen.

Zulassungsantrag

Der Antrag auf Zulassung ist mittels eines Formblattes bei der Geschäftsstelle des örtlich zuständigen Zulassungsausschusses zu stellen. In dem Antrag ist anzugeben, für welchen Vertragsarztsitz und unter welcher Arztbezeichnung (Fachgebiet) die Zulassung beantragt wird.

Mit dem Antrag auf Zulassung sind folgende Unterlagen einzureichen:

  1. ein Auszug aus dem Arztregister, aus dem der Tag der Approbation, der Tag der Eintragung in das Arztregister und gegebenenfalls der Tag der Anerkennung des Rechts zum Führen einer bestimmten Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung hervorgehen müssen
  2. Bescheinigungen über die seit der Approbation ausgeübten ärztlichen Tätigkeiten
  3. gegebenenfalls eine Erklärung nach § 19a Absatz 2 Satz 1, mit der der aus der Zulassung folgende Versorgungsauftrag auf die Hälfte beschränkt wird
  4. ein Lebenslauf
  5. ein polizeiliches Führungszeugnis
  6. Bescheinigungen der Kassenärztlichen Vereinigungen, in deren Bereich der Arzt bisher niedergelassen oder zur vertragsärztlichen Tätigkeit zugelassen war, aus denen sich Ort und Dauer der bisherigen Niederlassung oder Zulassung und der Grund einer etwaigen Beendigung ergeben
  7. eine Erklärung über im Zeitpunkt der Antragstellung bestehende Dienst- oder Beschäftigungsverhältnisse unter Angabe des frühestmöglichen Endes des Beschäftigungsverhältnisses
  8. eine Erklärung des Arztes, ob er drogen- oder alkoholabhängig ist oder innerhalb der letzten fünf Jahre gewesen ist, ob er sich innerhalb der letzten fünf Jahre einer Entziehungskur wegen Drogen- oder Alkoholabhängigkeit unterzogen hat und dass gesetzliche Hinderungsgründe der Ausübung des ärztlichen Berufs nicht entgegenstehen

An Stelle von Urschriften können amtlich beglaubigte Abschriften beigefügt werden. Können die unter 2. und/oder 6.  bezeichneten Unterlagen nicht vorgelegt werden, so ist der nachzuweisende Sachverhalt glaubhaft zu machen.

Zwei Personen schütteln einander die Hand, symbolisch für die Einigung über die Praxisübernahme.

Zulassungsausschuss

Der Zulassungsausschuss befasst sich mit der Zulassung von Vertragsärzten, -psychotherapeuten und Versorgungszentren und der Ermächtigung von Ärzten und ärztlich geleiteten Einrichtungen, sowie deren Wiederrufung.

Er wird aus ehrenämtlichen Mitgliedern besetzt, die jeweils gleichermaßen den Krankenkassen und den Berufsgruppen der Ärzte oder Psychotherapeuten angehören, je nachdem um welche Zulassung es sich handelt.

Berufungsausschuss

Der Berufungsausschuss behandelt alle Einsprüche gegen Entschlüsse des Zulassungsausschusses. Wie beim Zulassungsausschuss wird der Berufungsausschuss aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammengesetzt. Er besteht aus einem Vorsitzenden mit der Befähigung zum Richteramt und aus je drei Vertretern der Ärzte (im Falle von Psychotherapeuten sind es zwei Psychotherapeuten und zwei Ärzte) einerseits und drei Vertretern der Landesverbände der Krankenkassen andererseits als Beisitzer.

Der Berufungsausschuss beschließt ebenfalls mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Widerspruch als abgelehnt. Gegen Entscheidungen der Berufungsausschüsse ist eine Klage vor dem Sozialgericht möglich.

Beschriftete Holzbausteine als Symbol von Beschwerdemanagement

Beschwerdemanagement

Patientenbeschwerden im ambulanten medizinischen Bereich werden regional von den KVs bearbeitet. Beschwerden werden vertraulich behandelt und die KVs versuchen alle Konflikte direkt zwischen den Beteiligten zu klären.

Falls Sie eine Beschwerde gegenüber einer Krankenkasse einreichen wollen, z.B. wegen unangebrachter Einflussnahme auf Ihre Patienten, können Sie sich ebenfalls an ihre lokale KV wenden.

Für Ihre Praxis sollten Sie auf jeden Fall ein eigenes Beschwerdemanagementverfahren einführen. Dabei geht es nicht um mehr Bürokratie oder Arbeitsaufwand für Sie, sondern darum, dass Sie eine Routine entwickeln, in der Sie Beschwerden ordentlich und sorgfältig aufnehmen und abarbeiten. Damit ersparen Sie sowohl Ihrer Praxis, als auch Ihren Patienten weitere Unannehmlichkeiten.

Serviceleistungen der KV

Serviceleistungen der Kassenärztlichen Vereinigung

Services für Ihre Praxis

Abrechnung

Sobald Sie die Kassenzulassung haben, können Sie gesetzlich versicherte Patienten behandeln. Die Leistungen, die sie erbracht haben dürfen sie dann bei der KV abrechnen. Je nachdem wie die Kollektivverträge verhandelt wurden, welche Leistungen Sie erbracht haben und welcher Fachgruppe Sie angehören, errechnet dann die KV Ihr Honorar und zahlt es an Sie aus.

Verordnungen

Als ambulanter Arzt verordnen Sie im Alltag viele verschiedene Heilmethoden; angefangen bei Arznei- Heil- und Hilfsmitteln bis hin zu Soziotherapie und Rehabilitation. Die KV verabschiedet hierfür Richtlinien und arbeitet daran die Verordnungen für Sie und Ihre Patienten leichter und weniger umständlich zu machen.

Formulare

Für Verordnungen und alle anderen offiziellen Akte im Alltag, benötigen Sie Formulare. Die KV bereitet hierfür gesetzlich anerkannte Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung vor, inklusive Leitfaden. Damit erleichtert sie Ihnen und Ihren Patienten das Prozedere und beschleunigt ihre Alltagsarbeit, während sie Ihnen gleichzeitig Sicherheit bietet.

Ambulante Leistungen

Sie können einen Überblick über die vielen ambulanten Leistungen der KV auf der Webseite der KBV finden.

Praxisführung

Die KV bietet Ihnen hilfreiche Ratgeber und Leitfaden für das Management Ihrer Praxis. Diese sind sowohl in Druckform als auch auf den Webseiten der einzelnen KVs zu finden. Die KV unterstützt Sie auch dabei verschiedene Kooperationsformen mit anderen Ärzten und Psychotherapeuten einzugehen.

Praxis-IT

Die KVs schreiben gewisse Mindeststandards für die IT-Infrastruktur Ihrer Praxis vor. Sie können deren Musterbeispiele und Neuerungen bei ihrer lokalen KV oder auf der Webseite der KBV erfragen.

Qualität

Die KVs nehmen Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement der ambulanten Versorgung sehr ernst und ergreifen verschiedene Maßnahmen um diese sicherzustellen. Ein Beispiel ist QEP. QEP steht für Qualität und Entwicklung in Praxen. Es benennt ein Qualitätsmanagementverfahren das von KVs und KBV für Praxen und MVZ enwtickelt wurde. Wenden Sie sich an ihre KV oder die KBV, um mehr Informationsmaterial und Einstiegshilfe in dieses Verfahren für Ihre Praxis zu erhalten.

Außerdem veröffentlicht die KBV jedes Jahr einen Qualitätsbericht mit Zahlen und Fakten zur Qualität der ärztlichen Versorgung in Deutschland.

Praxisbörse der KV

Fortbildung

Die Fortbildung wird von der Ärztekammer angeboten. Die KVs prüfen jedoch, ob sich Ärzte und Psychotherapeuten fortbilden und regeln inwieweit Sie dazu verpflichtet sind. So müssen Sie innerhalb von fünf Jahren 250 Fortbildungspunkte sammeln und der KV melden. Die Ärztekammer stellt Ihnen als Beleg hierfür Zertifikate aus.

Ein Behandlungsraum in einer Praxis.

Die Praxisbörse

Die Kassenärztliche Vertretung bietet zu guter Letzt noch einen wichtigen IT-Service für Sie an: die Praxisbörse.

Über das Internetportal können Sie leicht aktuelle Praxisangebote, Immobilien, weiteres Personal, Weiterbildungsassistenten und sogar Geräte und Inventar finden, bzw. selbst anbieten.

Zum Beispiel bieten die KV Nordrhein und KV Westfalen-Lippe gemeinsam mehrere Börsen unter dem Namen KVbörse an. Diese wird von Google besonders stark beworben und lässt auf den ersten Blick nicht erkennen, dass sie nur für die Region Nordrhein Westfalen bestimmt ist.

Die beiden KVs sind aber nicht der einzige Anbieter. In Wirklichkeit gibt es eine Unmenge an Praxisbörsen mit verschiedenen Angeboten (über 50 in Deutschland), inklusive regionaler Praxisbörsen von den einzelnen KVs, wie auch Privatbörsen von unterschiedlichen Unternehmen. Manchmal wird sogar zwischen Praxisbörsen (zur Praxisübergabe und -übernahme) und Arztbörsen (Stellenvermittlung) unterschieden. Meistens findet man allerdings unter dem Begriff Praxisbörse alle Serviceleistungen auf einer Seite.

Die Vielzahl der Praxisbörsen erschwert es einen guten Überblick über das Angebot zu bekommen, was ihrer Entstehungsidee zuwiderläuft. Allerdings hat die Vielfalt auch ihre Vorteile. So herrscht eine große Konkurrenz der Angebote. Wenn Sie etwas Zeit übrig haben und sich in die für Sie nützlichsten Praxisbörsen eingearbeitet haben, können Sie leicht verschiedene Angebote miteinander vergleichen und die besten für sich identifizieren. Denn nicht nur die Angebote selbst sind unterschiedlich gut, auch die Praxisbörsen selbst haben verschiedene Zugangsbeschränkungen und Kosten, die mit den Praxistransfers verbunden sind.

Um Ihnen die Suche zu erleichtern, haben wir Ihnen hier einen Vergleich der großen Praxisbörsen, sowie weitere Ratschläge für die Suche und Verwendung von Praxisbörsen zusammengestellt.

Zulassung im gesperrten Gebiet

Die Praxisbörse ist insofern sehr hilfreich für Sie, da sie eine Möglichkeit bietet sich in einem gesperrten Gebiet niederzulassen. Mit anderen Worten, wenn die Bedarfsplanung eigentlich keinen Platz mehr für Sie vorsieht. Bzw. sollten Sie bereits eine Praxis führen und abgeben wollen, können Sie so Ihren Nachfolger bestimmen. Denn im Fall eines gesperrten Gebiets ist eine öffentliche Ausschreibung und ein Auswahlverfahren mit dem Zulassungsausschuss notwendig. Der Praxisabgeber kann jedoch schon im Vorhinein einen Nachfolger suchen und bestimmen und sogar einen Vertrag abschließen, mit dem dann offiziell vor dem Zulassungsausschuss die Verhandlung zur Praxisübernahme abgehalten wird. So kann das Prozedere um einiges beschleunigt werden. Es ist also rätlich vorab zu einer Übereinkunft zu kommen.

Um einen bestimmten bereits bekannten Nachfolger (z.B. eine Tochter oder einen Sohn) zu forcieren, können Sie auch die Option des Job-Sharing wählen. Da durch die Bedarfsplanung kein weiterer Platz für ihren Nachfolger existiert, können Sie ihre Zulassung mit einem Angestellten im gleichen Fachgebiet teilen. Ihr Leistungsumfang darf sich damit nicht erhöhen, aber die Person kann sich einarbeiten, während Sie sich langsam zurücknehmen. Bei der darauffolgenden Praxisübernahme kann im Falle mehrerer Bewerbungen ein bestehendes Arbeitsverhältnis der trifftige Grund für die Schnellauswahl werden und etwaige Beschwerden von Mitbewerbern (die das Prozedere wieder verlangsamen können) leichter abgewehrt werden.

Mann mit Mikrofon steht für Interview mit Christian Wagner zur Kassenärztlichen Vereinigung.

Interview mit Facharzt für Orthopädie

Demnächst in diesem Artikel

Q1: Ist der Einfluss der KV und ihrer Arbeit auf Ihren Arbeitsalltag spürbar wahrnehmbar? Wenn ja, inwieweit?

Q2: Wie würden Sie die Serviceleistungen der KVs mit denen der Ärztekammern vergleichen bzw. sie voneinander unterscheiden und abtrennen?

Q3: Wie stehen Sie zur Entwicklung des Versorungsauftrags der Kassenärztlichen Vereinigung?

Q4: Ist das derzeitige System der Bedarfsplanung ausreichend? Welche Änderungen würden Sie vornehmen?

Q5: Sollte sich die Aufgabe der KVs in Zukunft ändern (fokussieren oder ausweiten)?

Adresen der KVs

Adressen der Kassenärztlichen Vereinigungen

Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg

Albstadtweg 11
70567 Stuttgart
Fon 0711 7875 – 0
Fax 0711 7875 – 3274
hauptverwaltung@kvbawue.de
http://www.kvbawue.de/

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns

Elsenheimerstraße 39
80687 München
Postanschrift:
Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
80684 München
Fon 089 57093 – 0
Fax 089 57093 – 61930
info@kvb.de
http://www.kvb.de/

Kassenärztliche Vereinigung Berlin

Masurenallee 6a
14057 Berlin
Fon 030 31003 – 0
Fax 030 31003 – 380
KVBE@kvberlin.de
http://www.kvberlin.de/

Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg

Pappelallee 5
14469 Potsdam
Fon 0331 2309 – 0
Fax 0331 2309 – 175
info@kvbb.de
https://www.kvbb.de/

Kassenärztliche Vereinigung Bremen

Schwachhauser Heerstraße 26/28
28209 Bremen
Postfach 104329
28043 Bremen
Fon 0421 3404 – 0
Fax 0421 3404 – 109
http://www.kvhb.de

Kassenärztliche Vereinigung Hamburg

Humboldtstraße 56
22083 Hamburg
Postfach 760620
22056 Hamburg
Fon 040 22802 – 0
Fax 040 22802 – 420
oeffentlichkeitsarbeit@kvhh.de
http://www.kvhh.net

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt
Postfach 150204
60062 Frankfurt
Fon 069 24741 – 7777
Fax 069 24741 – 68826
info.line@kvhessen.de
http://www.kvhessen.de/

Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Neumühler Straße 22
19057 Schwerin
Postfach 160145
19091 Schwerin
Fon 0385 7431 – 0
Fax 0385 7431 – 222
info@kvmv.de
https://www.kvmv.de/

Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen

Berliner Allee 22
30175 Hannover
Postfach 31 67
30031 Hannover
Fon 0511 380 – 03
Fax 0511 380 – 3491
info@kvn.de
http://www.kvn.de/

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein

Tersteegenstr. 9
40474 Düsseldorf
Postfach 300520
40405 Düsseldorf
Fon 0211 5970 – 0
Fax 0211 5970 – 8287
hauptstelle@kvno.de
http://www.kvno.de/

Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz

Hauptverwaltung
Isaac-Fulda-Allee 14
55124 Mainz
Fon 06131 326 – 326
Fax 06131 326 – 327
kv-hotline@kv-rlp.de
http://www.kv-rlp.de/

Kassenärztliche Vereinigung Saarland

Europaallee 7-9
66113 Saarbrücken
Postfach 101643
66016 Saarbrücken
Fon 0681 99837 – 0
Fax 0681 99837 – 140
info@kvsaarland.de
http://www.kvsaarland.de/

Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

Schützenhöhe 12
01099 Dresden
Postfach 100636
01076 Dresden
Fon 0351 8290 – 50
Fax 0351 8290 – 563
sachsen@kvs-sachsen.de
http://www.kvs-sachsen.de/

Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg
Postfach 1664
39104 Magdeburg
Fon 0391 627 – 6000
Fax 0391 627 – 8403
info@kvsa.de
http://www.kvsa.de/

Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

Bismarckallee 1-6
23795 Bad Segeberg
Postfach
23782 Bad Segeberg
Fon 04551 883 – 0
Fax 04551 883 – 209
service@kvsh.de
http://www.kvsh.de/

Kassenärztliche Vereinigung Thüringen

Zum Hospitalgraben 8
99425 Weimar
Postfach 2019
99401 Weimar
Fon 03643 559 – 0
Fax 03643 559 – 191
info@kvt.de
www.kv-thueringen.de

Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe

Robert-Schimrigk-Str. 4-6
44141 Dortmund
44127 Dortmund (ohne Str./Postfach)
Fon 0231 9432 – 0
Fax 0231 9432 – 5555
E-Mail: Kontakt-Formular
http://www.kvwl.de/