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Nachrichten

E-Rezept auf dem Prüfstand
20.08.2021 | Marcel Schuler
Per E-Rezept sollen Ärzte, aber vor allem auch die Patienten profitieren. Die App dafür wird jetzt in Berlin und Brandenburg im Alltag erprobt.

Praxisratgeber auf unserem Ärzteportal

Telematikinfrastruktur: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Ärzte
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Telematikinfrastruktur: von DVG über DiGA bis gematik CERT.
Kompletter Ratgeber
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Telematikinfrastruktur: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Ärzte

Christian Wagner
07.06.2021

Telematikinfrastruktur als zentrales digitales Netzwerk des Gesundheitswesens

 

Was genau ist Telematik? Telematik setzt sich in seiner Definition aus den Bereichen Telekommunikation und Informatik zusammen. Die Telematikinfrastruktur treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran. Sie vernetzt Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker, Krankenkassen, Gesundheitsamt und Patienten miteinander. So bietet sie große Chancen für einen optimierten Ablauf der Behandlung. Zentrale Themen der Datensicherheit sind zu beachten, denn es geht um sensible Daten. Die gematik dient dabei als überwachende Technik-Instanz. Grundlage für die Schaffung der Telematik in der Medizin bildet das E-Health-Gesetz des Bundesministeriums. Um die Digitalisierung zusätzlich voranzutreiben, wurde 2019 das Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG) verabschiedet. Hier ist auch geregelt, dass sich Apotheken und Ärzte an die Telematikinfrastruktur anbinden lassen müssen.

 

Ärzte sind zentrale Akteure beim E-Health-Gesetz

 

Die Pflicht der Datenerfassung und -pflege liegt im E-Health-Gesetz bei den Ärzten. Ärzte sind nach dem DVG dazu verpflichtet, ihren Patienten neue digitale Dienste zugänglich zu machen. Telematik in der Arztpraxis setzt voraus, dass die Praxissoftware auf einen aktuellen Stand gebracht wird. Der Zugang zu digitalen Angeboten wie Video-Sprechstunden muss hergestellt werden. Zusätzlich kann ein E-Medikationsplan angelegt werden. So können auch mögliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten schnell ausfindig gemacht werden. Patienten sollen sich außerdem z. B. problemlos Gesundheits- und Medizin-Apps verschreiben lassen können. Generell muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, die Gesundheitsdaten in einer elektronischen Patientenakte (ePA) speichern zu lassen.

 

Patientendaten-Schutz-Gesetz: Der Patient entscheidet, was gespeichert wird

 

Die ePA wird seit Januar 2021 den Versicherten angeboten. Sie wird von den Krankenkassen als Telematik-App für Smartphones und Tablets bereitgestellt. Grundlage der ePA ist es, dass die gespeicherten Daten bei berechtigtem Interesse zugänglich gemacht werden können. Es dürfen ausschließlich Ärzte, Psychotherapeuten und Apotheker auf diese Daten zugreifen. Neben der Gesundheitskarte ist dafür ein Heilberufsausweis notwendig. Welche Daten grundsätzlich dort gespeichert und weitergegeben werden, entscheidet der Patient. Ihm obliegt die Datenhoheit. Im Gegensatz zu den Arztpraxen ist die Teilnahme an der Telematikinfrastruktur für Patienten freiwillig. Sie müssen schriftlich zustimmen, bevor ihre Daten verwendet werden dürfen. Die Daten werden in der elektronischen Gesundheitsakte gespeichert, die seitens der Krankenkassen angelegt wird. Diese Genehmigung kann jedoch jederzeit zurückgenommen werden.

 

gematik wacht über die Datensicherheit

 

Für den Datenschutz der Telematikinfrastruktur und die Datensicherheit allgemein ist die gematik zuständig. Sie stellt sicher, dass die Datenschutzvorschriften der Akteure eingehalten werden. Die Daten befinden sich zentral in einem Virtuellen Privaten Netzwerk (VPN). Sollte es einem Angreifer gelingen, dort einzudringen, sind die vorliegenden Daten zusätzlich verschlüsselt. Ziel ist eine hohe Datensicherheit bei gleichzeitig zumutbarem Aufwand für die Nutzer der Dienste. Das Team der gematik ist in der Lage, bei einer Cyberattacke schnell zu reagieren, um die sensiblen Daten erfolgreich zu schützen.

E-Health
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte über E-Health.
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eHealth

E-Health

Mira Ross-Büttgen
10.06.2021

E-Health – die digitale Seite unserer Gesundheit

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist auf dem Vormarsch. Die Begriffe E-Health – auch ehealth oder eHealth – und Telemedizin sind in aller Munde. Wer versucht herauszufinden, welche  Definition der Gesundheitssektor für diese Begriffe bereithält, ist aber häufig erstmal noch verwirrter. Denn E-Health bezeichnet alle Anwendungen von elektronischen Technologien und Medien im Bereich der Gesundheit.

 

Hierzu gehören nicht nur die elektronische Gesundheitsakte bzw. Patientenakte. Das ist auch die Telemedizin als solche. Und das umfasst die steigende Anzahl an Gesundheits-Apps, auch E-Health-Apps genannt. Kurz: Alle Informations- und Kommunikationstechnologien, die im Patientenumfeld oder Gesundheitssektor eingesetzt werden.

 

E-Health-Gesetz – Ausbau der medizinischen Datenautobahn

Die Ursprünge von E-Health finden sich in den 1970er Jahren. Damals hielten die Computer Einzug in den Medizinsektor und die Digitalisierung der Medizin nahm Fahrt auf. Heutzutage regelt das Digitale-Versorgung-Gesetz die Anbindung von Arztpraxen an die Telematik-Infrastruktur. Und es ist als Schutzgesetz in Sachen Patientendaten zu verstehen.

 

Das E-Health-Gesetz ist Ende 2015 in Kraft getreten, um den Ausbau der medizinischen Telematik-Infrastruktur voranzutreiben. Es sorgt dafür, dass sich Praxen und Krankenhäuser sicher verbinden und so schneller miteinander kommunizieren können. Es enthält außerdem einen konkreten Fahrplan für den Aufbau einer sicheren Telematik-Infrastruktur sowie die Einführung verschiedener medizinischer Anwendungen. So sollen bislang papiergestützte Verfahren schrittweise durch digitale Prozesse ersetzt werden.

 

Vor- und Nachteile der Digitalisierung für Patienten

Telematik steht für den digitalen Spagat zwischen Telekommunikation und Informatik. Die Telemedizin ist ein Teilbereich der Telematik und beschäftigt sich mit dem gezielten Einsatz von Telematikanwendungen (Apps) für Mediziner und Patienten. Beispielsweise sollen damit große Distanzen zwischen Ärzten, Apothekern und Patienten überbrückt werden.

 

Gerade auf dem Land macht sich der Ärztemangel bereits bemerkbar und stellt den Medizinsektor vor ein Problem. Hier soll der Einsatz von E-Health eine flächendeckende, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sicherstellen, sodass sich Experten über größere Distanzen hinweg austauschen und so die medizinische Versorgung in Regionen mit niedriger Facharztdichte gewährleisten können.

 

Doch noch immer gibt es unbeantwortete rechtliche Fragen zum Thema E-Health und die Unsicherheiten auf Seiten der Leistungserbringer sowie der Medizintechnik-Industrie sind hoch. Ein wesentlicher Faktor sind dabei Bedenken bezüglich des Datenschutzes und der Datensicherheit.

 

E-Health im Ausland – ein Beispiel

In Estland ist man bereits sehr gut vernetzt. Mithilfe eines zentralen, digitalen Gesundheitsinformationssystems sind rund 98 Prozent der estnischen Bevölkerung und über 750 Einrichtungen im ganzen Land miteinander verbunden. Weniger als ein Prozent der Esten lehnt die Verwendung der digitalen Möglichkeiten im Gesundheitssektor ab.

Was ist Digitalisierung im Gesundheitswesen?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Digitalisierung im Gesundheitswesen: Telemedizin, Digital Due Diligence, ePA ...
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Digitalisierung-im_Gesundheitswesen

Was ist Digitalisierung im Gesundheitswesen?

Markus Fackler
31.05.2021

Aufholbedarf bei Digitalisierung im Gesundheitswesen

Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland nur im mittleren Feld, was die Digitalisierung im Gesundheitswesen angeht. International fällt das Ergebnis sogar schlechter aus. Mit Beginn des Pandemiegeschehens hat diese zwar in einigen Bereichen wie der Telemedizin Fahrt aufgenommen, allerdings besteht weiterhin Aufholbedarf. Dies betrifft insbesondere die digitale Vernetzung zwischen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen.

Obwohl aktuell mehr als acht von zehn Ärzten an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind, tauscht der überwiegende Teil seine Gesundheitsdaten weiterhin per Post, Fax oder Telefon aus. Da Patienten mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePa) ein Recht auf die Übertragung ihrer Daten haben, ist das Gesundheitswesen im Zugzwang.

Telemedizin im Fokus

Im Bereich E-Health sticht die Telemedizin hervor. Als Teilgebiet der Telematik umfasst sie die Diagnostik und Therapie unabhängig von Ort und Zeit. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Es lassen sich größere Distanzen, beispielsweise im ländlichen Raum, überbrücken oder Anfahrtswege bei eingeschränkter Mobilität, z. B. nach einer Operation, vermeiden. Dies wirkt sich positiv auf die Genesung aus. Ferner können Ärzte und Gesundheitseinrichtungen Daten zu Untersuchungsergebnissen, Krankheitsbildern oder Medikationsplänen einfach elektronisch austauschen.

Das E-Health-Gesetz, auch als Telemedizingesetz bezeichnet, schafft die gesetzlichen Rahmenbedingungen und stellt die Weichen für eine sichere digitale Kommunikation sowie Anwendungen im Gesundheitswesen.

IT-Berater unterstützen bei Umsetzung

Ein Blick auf die Gegenwart zeigt, dass die Videosprechstunde deutlich öfter angeboten wird als noch vor einem Jahr, insbesondere in Kombination mit der Online-Buchung eines Arzttermins. Andere digitale Angebote wie Apps auf Rezept sind auf dem Vormarsch. Um Stolperfallen bei der Umsetzung zu umgehen, stehen IT-Consulter beratend zur Seite hinsichtlich Umsetzung der IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit, gesetzlichen Anforderungen und des Datenschutzes. Letzteres ist aufgrund der sensiblen Gesundheitsdaten ein großes Thema und stellt Praxen vor Herausforderungen. Bei der Auswahl geeigneter E-Health-Lösungen ist auf eine entsprechende Zertifizierung zu achten. Nur dann übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Leistungen.

Onlinemarketing: Vertrauen in digitale Anwendungen stärken

Der erste Berührungspunkt bei der Arztsuche führt meist über Internetrecherche auf die Praxis-Website. Je mehr Informationen der Besucher dort zu seinem Behandlungsbedarf findet, desto eher entscheidet er sich für die Praxis. Um eventuelle Skepsis gegenüber digitalen Gesundheitsanwendungen abzubauen, bieten sich themenbezogene Artikel oder Blogbeiträge gleichermaßen als Aufklärungs- und Content Marketing-Instrument an.

Die erstellten Inhalte sollen weit oben in Suchergebnissen erscheinen, damit potenzielle Patienten sie schnell finden. Hierfür ist die SEO-Optimierung als ein Element des Onlinemarketings eine Maßnahme. Das heißt Struktur und Aufbereitung der Inhalte müssen so gestaltet sein, dass sie von Suchmaschinen erkannt und als relevant eingestuft werden.

Datenschutz-Praxis: Was Ärzte beachten müssen?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zu Praxis-Datenschutz: Ersteinrichtung und fortlaufenden DSGVO-Betreuung.
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Datenschutz-Praxis: Was Ärzte beachten müssen?

Torsten Doppler
31.05.2021

Damit Datenschutz Praxis macht!

Datenschutz in der Gesundheitsbranche ist wichtig und unerlässlich. Leider wird Thema immer noch häufig von Praxis-Inhabern unterschätzt. Es handelt sich um einen sehr komplexen Bereich, der in der Tat für praktizierende Ärzte nur schwer einzuordnen ist.

Sind Datenschutz und Datensicherheit Ihrer Praxis auf dem Stand, auf dem sie sein sollten? Hinterfragen Sie doch einfach mal, ob Sie sich mit folgenden exemplarischen Bereichen bereits adäquat auseinander gesetzt haben:

  • Welche Software wird in der Arztpraxis eingesetzt?
  • Welche Personen / Dienstleister haben Zugriff auf die verarbeiteten Daten?
  • Ist die interne IT-Struktur in Sachen Sicherheit gut aufgestellt?
  • Sind die Mitarbeiter entsprechend geschult und unterwiesen?
  • Liegen Lösch- und Berechtigungskonzepte vor?
  • Liegen Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung vor?
  • Wurden TOMs erstellt und werden diese laufend angepasst und aktualisiert?

Web-DSGVO? Das sind die häufigsten Fehler!

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) macht klare Vorgaben für den Internetauftritt einer Arztpraxis. Leider wird die DSGVO in diesem Bereich sehr oft unterschätzt. Häufige Fehler sind:

  • kopierte Datenschutzerklärungen
  • generierte Datenschutzerklärungen unter Einsatz von Tools deren Anwendung fraglich ist bzw. deren Ergebnisse nicht DSGVO-konform sind
  • fehlende Verträge zur Auftragsdatenvereinbarung
  • fehlende Verarbeitungsverzeichnisse

Checkliste: Web-DSGVO für die Arztpraxis

Damit Ihre Praxis-Website die gesetzlichen Anforderungen erfüllt müssen folgende Aspekte DSGVO-konform umgesetzt sein:

  • Hosting und Domain
  • E-Mail und Kontaktformular
  • Impressum auf der Website
  • Datenschutzerklärung auf der Website
  • Nutzungsrechte der Bilder, Texte & Videos
  • Newsletter und E-Mail-Marketing
  • Social-Media-Einbindung und -Profile
  • Tracking und Marketing (externe Tools, Plug-Ins, Cookies)
  • Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung
  • Erstellung und Aktualisierung vom Verfahrensverzeichnis
  • Dokumentation der Technischen und Organisatorischen Maßnahmen (TOMs)
  • Erstellung vom Lösch- und Berechtigungskonzept

Wie hoch sind die Kosten für Datenschutz-Dienstleister?

Professionelle Unterstützung in Datenschutz-Fragen für die Praxis zeichnet sich dadurch aus, dass sie unkompliziert, fachkundig, beratend und stimmig ist. Große Unternehmen haben natürlich interne Datenschutzbeauftragte. Einer Praxis kann man nur raten, für den richtigen Datenschutz externe Dienstleister hinzuziehen.

Hinsichtlich der Kosten bei Umsetzung der DSGVO-Vorgaben für eine Praxis-Website durch entsprechende IT-Dienstleister muss man in zwei Kategorien denken:

  1. die Ersteinrichtung der Umsetzung aller DSGVO-Bestimmungen für den Internetauftritt der Arztpraxis
  2. die fortlaufende Betreuung aller DSGVO-Elemente, um mit der Praxis-Website up do date zu bleiben

Die Kosten für die einmalige Ersteinrichtung aller wesentlichen Elemente zur Erfüllung der Webseiten-DSGVO sind schon zum Pauschalpreis von 300 Euro zzgl. MwSt. erhältlich.

Die Kosten für eine solche monatliche Betreuung für den Datenschutz Ihrer Praxis-Website betragen 59 Euro zzgl. MwSt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), was ist das?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte über Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): von BGM-Maßnahmen bis Job-Optionen.
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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), was ist das?

Mira Ross-Büttgen
09.06.2021

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Darum geht’s beim BGM!

Wenngleich sich im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, kurz BGM, Maßnahmen und Methoden in den vergangenen Jahren teils signifikant verändert haben: Die Gesundheitsmanagement-Aufgaben, die Zielsetzung ist dieselbe geblieben.

Was ist BGM? Bei der betrieblichen Gesundheitsförderung geht es um die unternehmensübergreifende Entwicklung und Gestaltung von Strukturen, die gleichermaßen auf verhältnispräventiver Ebene ansetzen wie auch die Gesundheitssituation jedes einzelnen Beschäftigten berücksichtigen.

Somit entwickelt ein Fachberater für Betriebliches Gesundheitsmanagement Konzepte für ein gesundheitsförderndes Betriebsumfeld. Damit Beschäftigte ihre Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht nur bis zum Ruhestand behalten, sondern im Idealfall sogar noch verbessern können.

Gesundheitsmanager – Aufgaben

Der Gesundheitsmanager entwickelt Maßnahmen und Programme zur Förderung der Motivation, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Er setzt die Maßnahmen selbst um und leitet sie an. Des Weiteren sensibilisiert er die Belegschaft für das Thema Gesundheit und fördert die individuellen Fähigkeiten.

Als Grundlage für gesundheitsfördernde Schulungen und Trainingseinheiten erhebt er beispielsweise durch Umfragen entsprechende Daten und analysiert diese.

Hinzu kommt die Kontrollfunktion eines Gesundheitsmanagers, z. B. in Form der Arbeitsplatzbegehung mit Checkliste.

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Auch das betriebliche Eingliederungsmanagement, kurz BEM, gehört zum Aufgabenbereich eines BGM-Verantwortlichen. Denn es ist rechtlich festgelegt: Wenn ein Arbeitnehmer im Laufe eines Jahres länger als sechs Wochen ohne Unterbrechung oder wiederholt arbeitsunfähig ist, muss der Arbeitgeber gemeinsam mit dem Betroffenen und dem Betriebsrat bzw. Personalrat klären, wie die Arbeitsunfähigkeit mit Unterstützung durch den Arbeitgeber überwunden und ihr künftig vorgebeugt werden kann.

Die Durchführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements ist nicht gesetzlich geregelt. Folgender BEM-Ablauf ist üblich:

  1. offizielles Einladungsschreiben des Arbeitsgebers mit allen relevanten Informationen an den Arbeitnehmer
  2. kurzes erstes BEM-Gespräch (sofern der Arbeitnehmer einverstanden ist)
  3. weitere Gespräche in Anhängigkeit der fallspezifischen Vorschläge der Beteiligten
  4. Beendigung des BEM mit einer Abschluss-Erklärung, ggf. inklusive der beschlossenen Maßnahmen

Ein Job im Gesundheitsmanagement?

Aufgrund der demografischen Entwicklung sind effektive Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung wichtiger denn je. Auch die Bundesregierung hat das erkannt und Gesundheitsförderung über das Präventionsgesetz zur nationalen Aufgabe gemacht. Entsprechend viele Stellenangebote für Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es.

Wie wird man Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement? Sie können Betriebliches Gesundheitsmanagement studieren, Sie können eine Ausbildung in Betrieblichem Gesundheitsmanagement machen und es gibt jede Menge Weiterbildungen und Angebote für ein Praktikum in Betrieblichem Gesundheitsmanagement.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind entsprechend unterschiedlich. Teilweise sind gar keine speziellen Voraussetzungen zu erfüllen, teilweise wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens ein Jahr Berufserfahrung vorausgesetzt.

Elektronische Patientenakte: Was kann die neue Gesundheitskarte?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur elektronischen Patientenakte: ePa / eGa und Health Digital.
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Elektronische Patientenakte: Was kann die neue Gesundheitskarte?

Mira Ross-Büttgen
09.06.2021

Elektronische Patientenakte – ePA: Gesundheit geht digital

Die Vernetzung von Ärzten und anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen ist kein einfaches Unterfangen. Eine der Herausforderungen ist die Synchronisation unterschiedlicher technischer Infrastrukturen in den einzelnen Praxen und medizinischen Einrichtungen. Die Verwaltungssysteme von Hausarztpraxen müssen beispielsweise reibungslos mit den PVS der Facharztpraxen kommunizieren. Das mag auf den ersten Blick nicht als großes Problem erscheinen, die über hundert verschiedenen Praxisverwaltungssysteme am deutschen Markt komplizieren die Aufgabe jedoch aufgrund uneinheitlicher Datenübertragungsstandards.

Spätestens bis zum 1. Juli dieses Jahres muss jede Praxis die technischen Voraussetzungen für die elektronische Gesundheitsakte geschaffen haben. Bis zu diesem Stichtag gilt es, die technologischen Hürden der ePA-Einführung zu überwinden.

Was bedeutet ePA für meine Praxis?

Digitalisierung hat Vor- und Nachteile, vor allem bedarf sie einiger Vorbereitung. Um elektronische Patientenakten nutzen zu können, müssen Praxen ihren eHealth-Konnektor beispielsweise mit einem Update zum ePA-Konnektor aufrüsten.

Was ist der ePA-Konnektor?

Die Gesellschaft für Telematik gematik ist für die Bereitstellung der Infrastrukturen zuständig und wird im zweiten Jahresquartal Software-Updates für diese Aufrüstung zulassen. Ein spezielles ePA-Modul ermöglicht die Datenübertragung vom PVS in die elektronische Kartei. Die Telematik-Infrastruktur stellt Anwendungen zur Verfügung, die Arztbriefe oder Notfalldaten auf die elektronische Patientenkarte transferieren. Mit seinem elektronischen Heilberufsausweis eHBA kann der Arzt rechtssichere Unterschriften auf elektronischen Attesten oder E-Rezepten leisten.

Digitale Patientenakte und Datensicherheit

Die ePA-Definition beschreibt die elektronische Patientenakte als zentrales Element der Telematik-Infrastruktur und somit der digitalisierten Gesundheitsversorgung. Versprengte elektronische Informationen zu medizinischen Daten sollen mittels ePA an einem zentralen Ort zusammengeführt werden. Da es sich um besonders sensibles Material handelt, wurde dazu ein gesondertes Datenschutzgesetz lanciert.

Das Patientendaten-Schutzgesetz soll die Datensicherheit der elektronischen Patientenakte gewährleisten. Seine Vorgaben verlangen eine unterschriebene Datenfreigabe des Patienten. Der Arzt muss sich elektronisch identifizieren, bevor er auf die digitale Gesundheitsakte zugreifen kann.

Sowohl der ePA-Konnektor als auch das ePA-Modul müssen von der gematik zugelassen sein, bevor diese Systeme in der Arztpraxis zur Anwendung kommen dürfen.  

Health digital und die Finanzen

Eine elektronische Information einfach und schnell übertragen zu können, kann die Qualität der medizinischen Versorgung optimieren. Patienten haben darauf einen rechtlichen Anspruch. Der Arzt muss die elektronische Krankenakte korrekt befüllen.

Für die erste Befüllung wird eine Pauschale berechnet, Krankenhäuser bekommen einen Zuschlag für die Eintragung der stationären Behandlung in die elektronische Patientenakte. Für die weitere Datenerfassung können niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten verschiedene Gebührenordnungspositionen abrechnen.

Darüber hinaus erhalten die Praxen Pauschalen für technologische Aufrüstungen:

ePA-Konnektor Update                                                                        400,00 Euro

Anpassung des PVS                                                                               150,00 Euro

Betriebskostenzuschlag pro Quartal                                                    4,50 Euro

eHBA pro Quartal                                                                                     11,63 Euro

 

Praxiseröffnung: Tipps zur Praxisgründung
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Praxiseröffnung: Praxisgründung versus Praxisübernahme.
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Praxiseröffnung: Tipps zur Praxisgründung

Sebastian Hütter
09.06.2021

Denken Sie an eine Praxisgründung? Hier einige Tipps zur Vorbereitung

 

Sie wollen ihre eigene Praxis eröffnen oder eine bestehende Praxis übernehmen? Zwischen der ersten Idee, eine Arztpraxis, eine psychologische Praxis oder eine Praxis als psychologischer Berater zu eröffnen bis zu den Glückwünschen und Gratulationstexten zur tatsächlichen Praxiseröffnung können schon mal ein paar Jahre vergehen. Viele Ärzte und Therapeuten haben sich noch nicht umfassend mit wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten einer Praxisgründung beschäftigt. Es gibt z. B. zahlreiche Fördermöglichkeiten auf Bundes- oder Landesebene. Etwa für eine Praxisgründung für Psychotherapie oder eine Praxisgründung im Bereich Logopädie.

                                                                                                                                    

Wer die eigene Praxis eröffnen möchte, muss erst ein paar "Hausaufgaben" erledigen

Wenn Sie eine bereits bestehende Praxis übernehmen, wird zunächst der aktuelle Wert bestimmt. Hier ist eine professionelle Analyse durch einen Berater hilfreich. Außerdem erwartet die Bank einen überzeugenden Businessplan für die weitere Finanzierung. Das beinhaltet eine genaue Kostenaufstellung ebenso wie die Errechnung realistischer Umsätze. Wer eine Praxis eröffnen will, muss auch bestimmte formelle Voraussetzungen nachweisen, z. B. die Facharztanerkennung. Wer als Heilpraktiker eine Praxis eröffnen möchte, muss u. a. den Abschluss der Heilpraktikerprüfung nachweisen. Um eine Physiotherapie-Praxis zu eröffnen, gehört natürlich der Nachweis einer anerkannten physiotherapeutischen Ausbildung zu den Voraussetzungen.

 

Strukturiertes Vorgehen bei der Praxisgründung

Egal ob Sie einer ärztliche Privatpraxis oder eine Psychologie-Praxis eröffnen wollen: Schon während des Studiums können Sie mithilfe einer fachlichen Spezialisierung die Grundlage dafür legen, eine spätere Gründung zu erleichtern. Zu der üblichen Checkliste für die Praxisgründung zählt die Wahl des richtigen Standortes. Hier sind nicht nur professionelle Fragen entscheidend, sondern auch private Aspekte. Zum Beispiel die vorhandene Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen.

 

Die eigene Praxis gründen – welche Varianten gibt es?

Praxis ist nicht gleich Praxis. Wer ökonomisch und organisatorisch sein eigener Boss sein möchte, wird mit der Einzelpraxis gut beraten sein. Man genießt zum einen volle Gestaltungsfreiheit, zum anderen trägt man auch das alleinige geschäftliche Risiko. In einer Praxisgemeinschaft hingegen hat man die Möglichkeit, Ressourcen gemeinsam mit Partnern zu nutzen – bleibt aber in seinem Bereich wirtschaftlich autonom. Eine weitere Variante wäre die Gemeinschaftspraxis, sie kann auch von Ärzten verschiedener Fachrichtungen betrieben werden. Manche Ärzte sind z. B. halbtags in einem Krankenhaus tätig, die andere Zeit arbeiten sie selbstständig in einer eigenen Praxis. Diese Variante wird als Teilzulassung bezeichnet. Sie fördert u. a. die Vereinbarkeit von Familie und Job. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: Das schönste Geschenk zur eigenen Praxiseröffnung ist die Freude auf den neuen Abschnitt in Ihrem beruflichen Leben.

Zahnarztpraxis kaufen: Welche Praxisbörse für den Zahnarzt?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zum Kauf einer Zahnarztpraxis: von Praxisbörse bis Praxisübernahmevertrag.
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Zahnarztpraxis kaufen: Welche Praxisbörse für den Zahnarzt?

Mario Ammer
07.06.2021

Zahnarztpraxis kaufen: Der Weg in die Selbstständigkeit!

Manch ein Zahnarzt möchte gleich nach seiner abgeschlossenen Ausbildung sein eigener Chef sein. Andere Zahnmediziner sammeln zunächst Erfahrungen als angestellter Arzt. So oder so: Wenn der Wunsch nach einer eigenen Niederlassung umgesetzt werden soll, muss der Zahnarzt sich entscheiden: eine moderne Zahnarztpraxis neu gründen? Oder eine Zahnarztpraxis zur Übernahme suchen?

Die Entscheidung zwischen der Einrichtung einer eigenen Zahnarztpraxis und einer Zahnarztpraxis-Übernahme will wohl überlegt sein. In den meisten Fällen fassen Zahnärzte letztlich aber den Entschluss, eine Praxis zu kaufen. Denn die Übernahme eines bestehenden Patientenstamms erscheint weniger risikoreich, als bei Null anzufangen. Und die Übernahme von Einrichtung und Praxispersonal weniger aufwendig.

Welche Rechtsform soll die zahnmedizinische Arztpraxis haben?

Wenn Sie eine Zahnarztpraxis kaufen möchten, sollten Sie sich zunächst für eine Praxisform entscheiden. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Einzelpraxis
  • Praxisgemeinschaft
  • Örtliche Berufsausübungsgemeinschaft (Gemeinschaftspraxis)
  • Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
  • Teil-Berufsausübungsgemeinschaft
  • KV-übergreifende Berufsausübungsgemeinschaft
  • (Zahn-)Medizinisches Versorgungszentrum (ZMVZ)

Eine rein private Zahnarztpraxis als Niederlassung ist in Deutschland übrigens eine Seltenheit.

Welche Praxisbörse für die Suche nach einer Zahnarztpraxis?

Sie müssen Ihre künftige Zahnarztpraxis nicht zwangsläufig in einer Online-Börse suchen. Inserate zum Thema „Praxisnachfolger gesucht“ finden sich auch beispielsweise in Fachzeitschriften. Der Vorteil einer Praxisbörse ist, dass Sie hier leichter aus vielen Angeboten die richtige Zahnarztpraxis für Ihre Anforderungen herausfiltern können.

Die zehn größten Praxisbörsen mit Spezialisierung auf Zahnärzte stellen gemeinsam ein Angebot von weit über tausend Praxisobjekten. Die Anbieter unterscheiden sich in den Kosten und dem Service. Als Faustformel gilt „je mehr Service, desto höher die Kosten”. Die mediorbis-Praxisbörse fällt dabei aus dem üblichen Raster, da es sich um eine zentralisierte Praxisbörse mit überregionalem Angebot handelt. Hier stellen Ärzteberater, andere Praxisbörsen und auch Zahnärzte selbst ihre Angebote ein.

Tipp: Wenn Sie eine Zahnarztpraxis kaufen möchten, sollten Sie sich vorher über die verschiedenen Optionen der Praxisbewertung wie Ärztekammer-Methode und modifizierte Ertragswert-Methode informieren.

Ab wann lohnt sich eine Unternehmensberatung für Zahnärzte?

Wenn Sie nicht selbst recherchieren möchte, wer wo die richtige Zahnarztpraxis für Sie zum Verkauf anbietet, können Sie schon die Suche an einen Ärzteberater delegieren. Denn was die Terminservicestelle der kassenärztlichen Vereinigung für Patienten ist, ist sozusagen der Ärzteberater für Sie.

Ein Berater kann Sie auch dabei unterstützen frühzeitig das Thema Zahnarzt-Marketing anzugehen. Ein Zahnarzt ohne Website ist heutzutage ein No-Go. Damit die Internetpräsenz nicht nur dekorative Zwekcke erfüllt, lohnt es, bei der Umsetzung auf Profis zu setzen. Wichtige Stichpunkte sind hier Suchmaschinenoptimierung für Zahnärzte, UI- / UX-Design, Content Marketing, Webdesign für Zahnärzte etc.

Was ist die Patient Journey?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Patient Journey: die digitale Patientenreise im Fokus.
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Patient-Journey

Was ist die Patient Journey?

Fabian Engelhardt
07.06.2021

Patient Journey

Der Begriff der Patient Journey taucht im Gesundheitswesen allgemein oder im Praxismarketing immer häufiger auf. Wer z. B. das Wort „Patient“ in Kombination mit „Journey deutsch“ in die Maske der Suchmaschine tippt, wird vielfach und vielseitig fündig.

Oft wird mit der Reise des Patienten die Telematik im Gesundheitswesens in den Vordergrund gestellt, also etwa die Übermittlung medizinischer Daten und Befunde oder auch Online-Konsultationen. Dazu gibt es Ansätze, administrative Belange oder verschiedene Akteure im Gesundheitswesen miteinzubeziehen. All das firmiert im Web auch unter dem Begriff „ehealth“.

Der erste Schritt der Patient Journey beginnt lange vor dem Einsatz der Telematik

Wichtiger ist aber, dass es bei der Patient Journey vor allem um die Sicht des Patienten geht. Es geht nicht um die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit Stichworten wie „ehealth“ oder „health digital“ oder darum, entsprechende Patienten-Apps oder ehealth-Apps miteinzubeziehen. Auch die Frage „Was ist Telematik?“ spielt am Beginn der Reise keine Rolle – weder für die Patienten noch für die Arztpraxen. Die Sicht des Patienten ist die auf seine Symptome beziehungsweise auf die Symptomsuche im Internet. Dabei spielt nicht nur die Recherche bei Google eine große Rolle, sondern auch auf YouTube, Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, bei Bloggern oder in speziellen Foren.

Die Praxis-Website als Scheideweg auf der Patient Journey

Nach dem ersten folgt der zweite Schritt und damit die Suche nach der Ärztin, dem Arzt. Dabei ist die Praxis – genauer die Praxiswebsite – in der Pflicht, in der Reiseplanung möglichst vieler Patient Journeys aufzutauchen. Das bedeutet, dass die Website für die betroffenen Patienten sofort auffindbar ist. Dazu muss die Patientenkommunikation im Web so angelegt sein, dass sie einlädt. Struktur, Gestaltung und Suchmaschinenoptimierung der Praxisseiten spielen hier allesentscheidende Rollen. Nur wenn alles „passt“, finden die Patienten die Praxis oder Klinik, die sie für ihre Erkrankung oder für die Prävention suchen. Den nächsten Schritt ihrer Reise, die Terminvereinbarung, werden sie aber nur dann machen, wenn sie sich – auch durch den Vergleich mit anderen Websites – sicher sind, die richtige Arztpraxis gefunden zu haben. Im Rahmen ihrer Reise stellen sich Patienten Fragen und für diese Fragen muss die Arzt-Website ganz praktische und überzeugende Antwort bieten. So ist auch im Wettbewerbsvergleich die Praxis-Website eine ganz entscheidende Weggabelung auf der Patient Journey. Denn Patienten besuchen nicht nur eine Arztseite.

Nach der Terminbuchung wird die Patient Journey zum Reisetagebuch

Ist die Praxis gefunden, dann geht die Patient Journey weiter, denn auch der Weg der Patienten mit Überweisung zu weiteren Behandlern und die Versorgung mit Medikamenten gehören dazu. Hier spielen die erstgenannten Themen wie Telematik, ehealth, Krankenhaus-Apps, Digital Health Apps oder die Digitalisierung der Medizin allgemein eine Rolle – lange nachdem der Patient das erste Mal die Suchmaschine bemüht hat.

Offene MFA-Jobs und ZFA-Jobs? So finden Sie das passende Praxispersonal!
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte über MFA-Jobs und ZFA-Jobs: Personalsuche und Personalerwartungen.
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Offene MFA-Jobs und ZFA-Jobs? So finden Sie das passende Praxispersonal!

Sebastian Hütter
09.06.2021

MFA- und ZFA-Jobs: Spannende Karrieren im medizinischen Bereich

Ohne sie geht im deutschen Gesundheitswesen nicht viel: Medizinische Fachangestellte (MFA) und Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) halten den Ärzten den Rücken frei, versorgen Patienten und organisieren Teile des Praxis- oder Klinikablaufs. Dazu zählen Aufgaben wie Terminvergabe, allgemeine Verwaltungsaufgaben, Blutabnahmen, Injektionen, Verbände anlegen, Zahnreinigungen und Labortätigkeiten.

Beide Jobs sind anerkannte Ausbildungsberufe. Ein spezieller Berufsabschluss wird für sie nicht benötigt. Oft bevorzugt die ausschreibende Stelle Bewerber mit Realschulabschluss oder Abitur. Doch auch Hauptschulabgänger haben bei Eignung eine faire Chance. In der dreijährigen Ausbildung reicht die Höhe der Ausbildungsvergütung von 600 Euro bis zu rund 1.000 Euro. Tendenziell verdienen Zahnmedizinische Fachangestellte in Ausbildung weniger als MFA-Auszubildende.

Tarifverträge für MFA regeln Gehälter

Nach der Ausbildung wird das MFA-Gehalt durch unterschiedliche Tarifverträge geregelt. In Deutschland richtet sich die Vergütung im Job nach dem Manteltarifvertrag des Verbandes medizinischer Fachberufe e. V. (VMF) oder dem Tarifvertrag TVöD, also dem öffentlichen Dienst. In den ersten Jahren nach der Ausbildung bringt der MFA-Job ein Gehalt zwischen knapp 2.100 Euro und 2.500 Euro ein. Der Verdienst kann in den Folgejahren – je nach Tarifvertrag – auf bis zu 3.000 Euro pro Monat ansteigen.

Durch teils interdisziplinäre MFA-Weiterbildung können die Fachkräfte ihre Kenntnisse stark erweitern und ihren Marktwert erhöhen. Zahlreiche Maßnahmen und Studiengänge eröffnen Möglichkeiten. Manche MFA-Jobs führen in Kombination mit entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen schnell ins mittlere Management von Gesundheitsanbietern, in den Public Health-Bereich sowie ins Pflegemanagement. Die passenden Aus- und Weiterbildungen, aber auch aktuelle MFA-Stellenangebote, sind auf Internet-Stellenbörsen und Jobportalen zu finden, etwa bei mediorbis.

Vergütung und berufliche Perspektiven für ZFA

Auf einen bundesweit geregelten Tarifvertrag können Zahnmedizinische Fachangestellte bei der Festlegung ihres ZFA-Gehalts nicht vertrauen. Es gibt zwar in einigen Bundesländern entsprechende Vereinbarungen, die sind aber für andere Länder nicht bindend. Öffentliche Einrichtungen halten sich mehrheitlich an den oben erwähnten TVöD. Zahnmedizinische Fachangestellte können ein Gehalt zwischen 1.800 Euro und 2.500 Euro in den ersten Berufsjahren erzielen. Manche ZFA-Stellenangebote versprechen sogar noch höhere Verdienstmöglichkeiten, sind aber mit der nötigen Skepsis zu betrachten. Die Gehaltsspanne im öffentlichen Dienst reicht von 2.500 Euro bis zu rund 3.100 Euro.

Wer ein Stellenangebot für Zahnmedizinische Fachangestellte sucht, findet dies entweder in der lokalen Presse oder aber auf den zahlreichen Fachseiten im Internet unter „Zahnmedizinische Fachangestellte Jobs“. Das Jobportal mediorbis-Jobbörse verbindet z. B. wichtiges Hintergrundwissen mit Jobs für Zahnmedizinische Fachangestellte.

MFA und ZFA: Das Rückgrat des Gesundheitswesens

Für welchen der beiden Berufe Interessenten sich auch entscheiden, spannend sind beide. Beide sind Stützpfeiler eines funktionierenden Gesundheitssystems. Ausgebildete Zahnmedizinische Fachangestellte, die einen Job suchen, werden schnell erkennen, dass ihre Arbeit etwas schlechter bezahlt wird. Hier bleibt es jedem überlassen, die Lücke zum MFA-Gehalt durch Weiterbildungsmaßnahmen zu verringern. Treffen Zahnmedizinische Fachangestellte auf ein Stellenangebot, das sie interessiert, hilft die einfache Nachfrage nach einem höheren Gehalt. Dabei dürfen die Fachkräfte die eigene Gehaltsvorstellung nennen. Zusätzliches Interesse auf der anderen Seite wecken Branchenbeispiele und Hinweise auf erworbene Zusatzqualifikationen.

Kassenzulassung: Alle wichtigen Infos rund um Ihre kassenärztliche Zulassung
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Kassenzulassung: Voraussetzungen, Rechte, Pflichten ...
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Kassenzulassung: Alle wichtigen Infos rund um Ihre kassenärztliche Zulassung

Matthias Draschka
07.06.2021

Kassenzulassung: Was heißt KV?

Die Kassenzulassung (kassenärztliche Zulassung) berechtigt den Arzt, Zahnarzt oder Psychotherapeuten zum Honorarausgleich seiner Leistungen gegenüber gesetzlichen Krankenkassen. Abgewickelt wird dies über die Kassenärztliche Vereinigung, kurz KV, bzw. die Kassenzahnärztliche Vereinigung, kurz KZV.

Die nach Bundesländern strukturierte KV erfüllt diverse administrative Funktionen. Unter anderem bestimmt sie die zulässige, im Sinne der KV berechtigte Anzahl an Haus- und Fachärzten in einer Region. Entsprechend erteilt sie Auskunft über vorhandene Arztsitze oder Zulassungssperren.

Analog zur Zulassung zum KV-Arzt gestaltet sich die Kassenzulassung für Psychotherapeuten. Allerdings sind Therapie-Angebote in Richtlinienverfahren Voraussetzung für die Psychotherapie-Kassenzulassung. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ohne Zulassung sind nur in besonderen Ausnahmefällen möglich.

Wie werde ich Vertragsarzt?

Als sogenannter Vertragsarzt verfügt man über eine Kassenzulassung. Diese kann bei der Kassenärztlichen Vereinigung des jeweiligen Bundeslandes beantragt werden. Grundvoraussetzungen sind:

  • Eintrag in das Arztregister der KV
  • Freier Arztsitz im gewünschten Planungsbereich

Zum Eintrag in das Arztregister ist die Urkunde Ihrer Approbation als Arzt erforderlich und der erfolgreiche Abschluss einer allgemeinmedizinischen Weiterbildung oder einer Weiterbildung in einem anderen Fachgebiet (Facharzt).

Das Recht, als Vertragsarzt Leistungsvergütungen von gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten, geht einher mit folgenden Pflichten:

  • Einhaltung vertraglicher Rahmen hinsichtlich vertragsärztlicher Versorgung
  • Präsenzpflicht am Praxisstandort (regelmäßige Sprechstunden)
  • persönliche Leistungserbringung
  • ärztlicher Bereitschaftsdienst für die KV

Sicher zum Ziel trotz knapper KV-Sitze

Kein Kassensitz frei in der bevorzugten Region? Auch dann gibt es Wege zur eigenen Kassenzulassung. Ist aus privaten Gründen keine geografische Flexibilität hinsichtlich Standortwahl gegeben, so können ggf. folgende Umwege ans Ziel führen:

  • Anstellungsverhältnis bei einem Vertragsarzt
  • Juniorpartnerschaft / Job-Sharing

Es kann sich lohnen proaktiv Kontakt zu Vertragsärzten des eigenen Fachbereichs aufzunehmen, denen altersbedingt eine berufliche Entlastung entgegenkommen könnte. Aus dem Anstellungsverhältnis oder der Juniorpartnerschaft (Teilzulassung) bei einem ansässigen KV-Arzt kann auf lange Sicht der eigene KV-Sitz erwachsen. Denn bei späterer Praxisübernahme ist man aus einem solchen Status heraus von der KV bei der Vergabe der Zulassung bevorzugt zu behandeln.

KV-Sitz kaufen – geht das überhaupt?

Der KV-Sitz als solcher kann insofern nicht verkauft werden, als dass er grundsätzlich von der KV vergeben wird. Da eine Praxisübernahme in zulassungsbeschränkten Bereichen aber normalerweise direkt an den gleichzeitigen Erhalt der Zulassung geknüpft ist, wird diese bei der Berechnung des Praxiswerts durchaus berücksichtigt. Und auch steuerlich spielt der KV-Sitz eine Rolle: Richtungsweisend sind dabei entsprechende finanzgerichtlichen Urteile, nach denen die KV-Zulassung als immaterielles Wirtschaftsgut steuerlich nicht absetzbar ist, da sie keiner Abnutzung unterliege – sofern es dem Käufer primär um den Erwerb des Vertragsarztsitzes gehe. Jedoch bei Fortführung der Praxis kann der gesamte Praxiswert im üblichen betrieblichen Abschreibungsmodus von drei bis sechs Jahren steuerlich geltend gemacht werden.

 

 

Experteninterview: Wege in die Selbstständigkeit als Arzt
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles Wissenswerte zur Selbstständigkeit als Arzt: strategische Praxisplanung im Überblick.
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Selbständiger Arzt

Experteninterview: Wege in die Selbstständigkeit als Arzt

Mario Ammer
07.06.2021

Arztpraxis gründen: Der erfolgreiche Weg in die Selbstständigkeit

Wie gelingt der Start in die Selbstständigkeit? Wer weiß, worauf es bei der Praxisgründung ankommt, kann eventuelle Zweifel ausräumen und mit der richtigen Planung eine erfolgreiche Arztpraxis eröffnen.

Vielen jungen Ärzten fehlen betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Und so schrecken Themen wie der Kauf von Kassenverträgen, die Kassenzulassung oder das KV-System generell einige Mediziner ab. Andere scheuen sich vor der Abrechnung über eine Praxissoftware oder auch vor der Akquise von medizinischem Personal und Patienten.

Aber mit der richtigen Unterstützung muss Ärzten die Lust auf Unternehmertum nicht vergehen. Unternehmensberatungen für Ärztinnen und Ärzte können juristische und betriebswirtschaftliche Informationen bieten und helfen, berufliche Ziele zu entwickeln und mit den persönlichen Zielen in Einklang zu bringen.

Strategische Praxisplanung: Raus aus der toten Mitte

Niedergelassene Ärzte, die ihre Praxis strategisch entwickeln, sind deutlich erfolgreicher als Unternehmer, die sich auf die sogenannte „tote Mitte“ ausrichten, also auf die durchschnittliche Masse. Ein strategisches Unternehmen setzt auf Besonderheiten, die es von anderen Praxen abheben. Das betrifft die Ausbildung der Mitarbeiter, das Leistungsspektrum, aber z. B. auch das Design der Praxis und der Praxis-Website. Die Praxis wird als Marke aufgebaut; und mit dem richtigen Marketing wird sie so schneller zum Erfolg.

Praxisgründung: Übergangsphase sinnvoll nutzen

In der Phase zwischen Anstellung und Selbstständigkeit ist es wichtig, sich auf die Praxisgründung vorzubereiten. In Form von Fortbildungen und Workshops können sich junge Ärzte die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse aneignen und Wichtiges über Mitarbeiterführung lernen.

Zur Gründungsphase gehört zudem der Businessplan, mit dem man zum Beispiel die zu erwartenden Kosten und Umsätze kalkuliert. Es gilt zu entscheiden, ob man mit Kassenvertrag oder als Privatarzt arbeitet. Möchte man eine bestehende Praxis übernehmen? Gibt es eventuell ein Nachbesetzungsverfahren? Oder möchte man eine neue Praxis aufbauen? Dann kann möglicherweise eine Standortanalyse sinnvoll sein.

Eventuell benötigt man einen Kredit bei der Bank, um finanziellen Engpässen während der ersten Monate entgegenzuwirken. Dazu ist der Businessplan unerlässlich.

Arztpraxis eröffnen, dann Patientenakquise? Gerne andersherum!

Ärzteberater empfehlen auch, bereits in der Gründungsphase eine Praxismarke aufzubauen. Durch geschickte Unternehmenskommunikation geht die Praxis als Marke dann schon vor der Praxiseröffnung auf den Markt.

Durch besondere Expertise oder Leistungen hebt man sich deutlich von anderen niedergelassenen Ärzten ab und kann so seine Termine bereits einige Wochen vor der Eröffnung ausbuchen. In diesem Fall ist auch die Standortanalyse nicht so entscheidend wie bei Ärzten, die sich im Durchschnitt bewegen.

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