Was sind Cannabisblüten?

Cannabisblüten sind die Blüten der weiblichen Cannabispflanze aus der Familie der Hanf-Gewächse. Cannabisblüten aller Sorten gelten als medizinisches Cannabis oder medizinisches Marihuana, wenn sie aus streng kontrolliertem Anbau stammen und GMP-lizenziert (Good Manufactoring Practice) sind.

Das mögliche Einsatzgebiet von Cannabisblüten ist dank der zusammensetzungsabhängigen Wirkweisen der verschiedenen Cannabissorten (Haze-Sorten etc.) breit gefächert. Die Wirkung der einzelnen Cannabisblüten-Sorten hängt dabei von der jeweiligen Zusammensetzung der Cannabinoide ab. Von den circa 85 bekannten psychoaktiven und Therapie-relevanten Cannabinoiden sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) die wichtigsten. Auch wenn andere Cannabinoide den Gesamteffekt ebenfalls beeinflussen. 

Um die Cannabinoid-Anteile bei Cannabisblüten und -Granulaten aus zerkleinerten Blüten exakt nachzuweisen, werden Anbau und Qualität der medizinischen Cannabisblüten streng kontrolliert. Schließlich ist die Angabe des jeweiligen THC- und CBD-Werts für Händler verpflichtend. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es sich bei Cannabisblüten um ein Naturprodukt handelt. Entsprechend unterliegt die Konzentration der Inhaltsstoffe je nach Genetik der Mutterpflanze gewissen Schwankungen. Das kann die Cannabisöl-Wirkung beeinflussen. Produkte aus zweifelhaften Quellen im Ausland sind daher nicht zu empfehlen, wenn zum Beispiel zuverlässige CBD-Wirkungen gegen Rückenschmerzen gewünscht werden.

Sativa, Indica, Hybride – die Unterschiede der Cannabisblüten

Cannabis Blüte: Sativa, Indica, Hybride
Sativa-Blüten haben einen höheren THC-Gehalt als Indica-Blüten. Indica-Blüten dagegen einen höheren CBD-Gehalt als Sativa-Blüten.

Wer Cannabis kaufen möchte, sollte wissen, dass sich die medizinischen Cannabisblüten-Sorten pflanzengenetisch aufteilen in

  • Cannabisblüten von Sativa-Pflanzen,
  • von Indica-Pflanzen und
  • von hybriden Pflanzenzüchtungen. 

Sativa-Pflanzen werden dabei größer und wachsen weniger dicht als Indica-Pflanzen. Sie haben außerdem einen höheren Gehalt an THC in den Blüten. Dieser THC-Gehalt kann entspannend wirken und die Konzentrationsfähigkeit sowie Kreativität unterstützen.

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Indica-Pflanzen wachsen buschiger und dichter als Sativa-Pflanzen. Ihre Blüten haben einen höheren CBD-Gehalt. Ein hoher CBD-Gehalt ist für eine entzündungshemmende und angstlösende Wirkung vorteilhaft.

Fazit: Sativa wirken stärker auf den Geist, Indica stärker auf den Körper. Hybride werden gezüchtet, um diese Eigenschaften der unterschiedlichen Sativa-Wirkung und Indica-Wirkung zu kombinieren und den jeweils gewünschten THC- und CBD-Gehalt zu erzielen. 

Von Gorilla Glue bis Super Lemon Haze: Klangvolle Cannabis-Vielfalt

Cannabis-Blüten:Gorilla Glue #4
Gorilla Glue #4 zählt den bekanntesten Cannabis-Züchtungen.

Gorilla Glue, Hindu Kush, White Widow, Amnesia Haze, Pure Haze oder Super Lemon Haze – unter derart klangvoll-kreativen Bezeichnungen bieten autorisierte Händler ihr Produkt, die Cannabisblüten, auf dem Markt an.

Super Lemon Haze ist eine Sativa-dominierte 80-prozentige Kreuzung, als Heilpflanze mehrfach preisgekrönt. Ihre dichten langen Blüten enthalten maximal 11 Prozent CBD und maximal 19 Prozent THC.

Die THC- und CBD-Anteile variieren allerdings auch bei gleichen Pflanzen. Gorilla Glue #4 wird vom Großhändler ADREXpharma mit einem THC-Wert von 19 Prozent angeboten. Das Produkt von STADA toppt den THC-Wert mit 22 Prozent, der CBD-Inhalt ist der gleiche. 

Cannabisblüten-Konsum: Rauchen, essen, trinken

Jemand hält Cannabisblüten in den offenen Händen für den Cannabisblüten-Konsum.
Der Cannabisblüten-Konsum kennt viele Vorgehensweisen.

Für den Cannabisblüten-Konsum gibt’s ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. Klassisch werden die Blüten geraucht oder im Vaporizer verdampft. Verarbeitet können sie auch gegessen oder getrunken werden oder mit Cremes bei der Hautpflege zur Anwendung kommen. Je nach Aufnahme verstoffwechselt der Körper die Cannabinoide anders, was natürlich Einfluss auf die Wirkung hat. Von einer CBD-Hautcreme wird niemand high. Gerauchte Weed-Blüten mit hohem THC-Gehalt sorgen dagegen für einen deutlichen Effekt auf die allgemeine Wahrnehmung.

Für die Aufnahme über die Haut gibt es Cannabis-Cremes oder -Salben. Hochkonzentrierte Cannabis-Öle werden unter die Zunge geträupfelt und so über die Mundschleimhäute aufgenommen. Wer Cannabisblüten kaufen und direkt konsumieren will, kann alternativ zum Rauchen auch einen Hanftee aufbrühen.

Für Haschkekse eignen sich unbearbeitete Cannabisblüten nicht. Wer Gras einfach in einen Teig rührt, kann auch versuchen, sich mit Mineralwasser zu betrinken. Grund: Das THC liegt in den Blüten als THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) vor, CDB in Form von CBDA (Cannabidiolic acid oder CBD Acid). Diese Säure muss erhitzt werden, bevor sie sich ins psychoaktive THC verwandelt. Cannabisblüten können ihre Wirkung im Keks nur entfalten, wenn das THC vorher decarboxyliert oder extrahiert wird. Oder man verwendet einfach Cannabis-Butter zum Backen. Wobei einfach relativ ist, denn eine Wasser-Butter-Marihuana-Mischung herzustellen, erfordert mehr Geschick, als einen Tee aufzubrühen.

Für einen guten Cannabisblüten-Tee die Blüten entweder eine halbe Stunde in köchelndem Wasser lassen oder bei ca. 140 Grad für zehn Minuten in den Backofen geben und erst dann wie gewohnt mit heißem Wasser aufgießen. Dadurch werden THCA und CBDA in die gewünschten Wirkstoffe THC und CBD umgewandelt.

Hanföl ist für eine berauschende Wirkungszubereitung völlig ungeeignet. Es wird aus Hanfsamen gepresst und enthält keine Cannabinoide. Hanföl ist ein reines Speiseöl.

Wichtig zu wissen: Werden Fertigmischen für Hanfblatt-Tees zum Kauf angeboten, verstößt das derzeit gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz.

Vaporizer und Joint ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­– die Klassiker für Cannabisblüten

Cannabisblüten-Vaporizer liegt auf einem Tisch neben Cannabisblüten.
Vaporizer für Cannabisblüten: Die schonendere Variante beim Inhalieren.

Die am weitesten verbreitete Konsum-Art ist nach wie vor der Joint. Doch immer mehr Konsumenten nutzen für Cannabisblüten Vaporizer, eine Art E-Zigarette, die die Blüten kontrolliert verdampft. Der Dampf wird dann inhaliert.

Vaporizer oder Joint – was ist besser? Oder was ist gesünder? Viel spricht für den Vaporizer, wenig für den Joint – außer der Kiffer-Folklore. Beim Joint wird dem Gras meistens Tabak beigemischt. Damit kommen Giftstoffe wie Teer und Nikotin ins Spiel. Es gibt zwar inzwischen nikotinfreien Tabakersatz, aber das ist eher ein absolutes Nischenprodukt. Purpfeifen, bei denen auf Tabak verzichtet wird, haben wie Joints den Nachteil, dass das Cannabis bei etwa 600 Grad verbrannt wird. Dabei werden Inhaltsstoffe ungewollt zerstört.

Die relativ neuen Vaporizer kommen dagegen mit Temperaturen von unter 200 Grad aus. Beim Vaporisieren von Cannabis werden etwa 50 Prozent der Cannabinoide verdampft und inhaliert. Etwas zwei Drittel davon gelangen in den Blutkreislauf. Beim Joint schafft das nur rund ein Drittel der Wirkstoffe.

Fazit: Vaporizer haben eine effektivere Cannabis-Ausbeute und deutlich weniger toxische Inhaltsstoffe. Die verbesserte Wirkung belegt auch eine Studie der John Hopkins University. Einziger Nachteil von Vaporizern: Sie sind in der Anschaffung deutlich teurer als Blättchen.

Ein Cannabis-Arzt wird immer zum Vaporizer raten.

Die wichtigsten Cannabinoide im Überblick

Die in Cannabisblüten enthaltenen Cannabinoide THC und CBD als chemikalische Formel dargestellt.
Über 60 Cannabinoide findet man in einer Cannabispflanze.

In einer einzigen Hanfpflanze stecken mehr als 60 Cannabinoide, wie die Cannabis-Wirkstoffe bezeichnet werden. Die wichtigsten Hauptwirkstoffe sind Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC oder Dronabinol).

Während CBD-Öl mit einem Anteil von weniger als zwei Prozent THC mit einem herkömmlichen Rezept in der Apotheke erhältlich ist, ist für den Kauf THC-haltiger Produkte und Cannbisblüten ein Cannabis-Rezept (Betäubungsmittelrezept) vom Arzt erforderlich. Das psychoaktiv wirksame THC gilt als Rauschmittel, weshalb es auch (bisher noch) grundsätzlich in Deutschland verboten ist, zu Hause Cannabis anzubauen.

Weniger bekannt als CBD und THC sind die vielen anderen in den Cannabisblüten enthaltenen Cannabinoide, die ebenfalls positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus haben können.

Relevante Cannabinoide und die Cannabionoide-Wirkung

Zwei Ärzte untersuchen in Reagenzgläsern die Cannabinoide-Wirkung von Cannabisblüten.
Unterschiedliche Cannabinoide zeigen unterschiedliche cannabinoide Wirkung.
CBC oder Cannabichromen

CBC (Cannabichromen) soll schmerzlindernd in Zusammenhang mit THC wirken können, ist bisher aber wenig untersucht.

CBD oder Cannabidiol

Die Wirkung von CBD (Cannabidiol) gilt unter anderem als beruhigend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Einsatzgebiete: leichte bis mittelstarke Schmerzen wie Kopfschmerzen oder Menstruationsbeschwerden. Viele Konsumenten nutzen rezeptfreie Angebote an CBD-Öl und -kapseln aus Drogeriemärkten und dem Internet.

CBDV oder Cannabidvarin

Das Cannabinoid CBDV (Cannabidvarin) wirkt nicht psychoaktiv, möglicherweise aber krampflösend. Nachgewiesen wurde das allerdings bisher nur in Studien mit Mäusen und Ratten.

CBDA oder Cannabidiolsäure

Eine entzündungshemmende Wirkung wird für CBDA (Cannabidiolsäure) vermutet, der Wirkstoff gehört allerdings zu den am wenigsten untersuchten Cannabinoiden.

CBG oder Cannabigerol

CBG (Cannabigerol) bietet möglicherweise eine entzündungshemmende Wirkung bei Darmkrankheiten. Belastbare Studien zur genauen Wirkweise gibt es nicht.

CBN oder Cannabinol

CBN (Cannabinol) wirkt leicht psychoaktiv, da es ein Oxidationsprodukt von THC ist. Erste Untersuchungen deuten auf eine entzündungshemmende und augeninnendrucksenkende Wirkung hin.

THC, auch Dronabinol oder Tetrahydrocannabinol

THC (Tetrahydrocannabinol) gilt als Rauschmittel, wirkt psychoaktiv, schwindelerregend, aber auch angstlösend, muskelrelaxierend, schlaffördernd, entzündungshemmend und stark schmerzstillend. Einsatzgebiete: unter anderem starke Schmerzen, Multiple Sklerose, Gewichtsverlust bei Tumortherapie oder Palliativmedizin. THC-haltige Präparate sind verschreibungspflichtig und erfordern ein Betäubungsmittelrezept.

THCA oder Tetrahydrocannabinolsäure

THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) wirkt nicht psychoaktiv und nachweislich neuroprotektiv, schützt also die Nerven. Einsatzgebiete: Alzheimer, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und Chorea Huntington.

THCV oder Tetrahydrocannabivarin

Das Cannabinoid THCV ( Tetrahydrocannabivarin) wirkt je nach Dosis sehr unterschiedlich. Es kann psychoaktiv wirken, aber wohl auch antiepileptisch. Erste Studien zeigen positive Wirkung bei durch Fettleibigkeit assoziierter Glukoseintoleranz.

Das Wechselspiel der Terpene und Cannabinoide 

Terpene und Cannabinoide 
Terpene und Cannabinoide bestimmen gemeinsam die Wirkung.

Die Wirkung und Verträglichkeit von Cannabis ist nicht nur abhängig vom Anteil der Cannabinoide, auch die enthaltenen Terpene sind entscheidend. Terpene sind flüchtige organische Substanzen, die aus zahlreichen Pflanzen gewonnen werden, beispielsweise Thymian, Zitronengras, Koriander, Wacholder oder Eukalyptus. Einige der Terpene, wie Menthol oder Aldehyde, zählen zur Gruppe der Alkohole. 

Insgesamt sind mehr als 8.000 Terpene bekannt, die von antimikrobiell bis entzündungshemmend oder schmerzlindernd wirken. Terpene und Cannabinoide erzeugen in der Kombination kalkulierbare Synergie-Effekte und können so den therapeutischen Effekt von CBD verstärken.

Flavonoide in der Cannabispflanze: Booster für den Wirkeffekt

Viele Schalen mit Obst, Gemüse und Nüssen, die alternativ zu Cannabisblüten auch Flavonoide enthalten.
Nicht nur in Cannabis sind Flavonoide enthalten, sondern auch in vielen Gemüse- und Obstsorten.

Flavonoide zählen innerhalb der sekundären Pflanzenstoffe zu den sogenannten Polyphenolen und kommen ausschließlich in Pflanzen vor. Neben Cannabinoiden und Terpenen sind Flavonoide die dritte Art von Cannabis-Wirkstoffen. Sie sind mitverantwortlich für Geruch und Geschmack der Cannabispflanze. Besonders in Vollspektrum-Ölen entfalten sie durch den Entourage-Effekt, also das wechselseitige Zusammenspiel der verschiedenen Pflanzenwirkstoffe, ihre einzigartige Flavonoide-Wirkung besonders gut.

Flavonoide wirken unter anderem:

  • entzündungshemmend
  • antioxidativ
  • krampflösend
  • durchblutungsfördernd

Flavonoide kommen nicht nur in Cannabisblüten vor. Viele Obst-, Gemüse- und Kräutersorten enthalten für unsere Gesundheit wichtige Flavonoide.

Die wichtigsten Cannabis-Flavonoide im Überblick

Eine Hand nimmt mit einer Pipette Flüssigkeit aus einer Petri-Schale, um die Cannabis-Flavonoide der Cannabisblüten zu untersuchen.
Über 20 verschiedene Cannabis-Flavonoide gibt es.

Etwa 8.000 verschiedene Flavonide sind identifiziert. Wie viele und welche Flavonoide in Cannabisblüten enthalten sind, ist nicht gänzlich erforscht. Wahrscheindlich sind es mehr als 20 Sorten. Wichtige Cannabis-Flavonoide im Überblick:

Apigenin

Apigenin soll entzündungshemmend und antioxidativ wirken, indem es die Konzentration von Glutathion in den Zellen (vor allem in den Nervenzellen) erhöht. Auch enthalten in: Kamille, Schafgarbe, Kirsche, Olive, Brokkoli.

Beta-Sitosterol

Beta-Sitosterol (ß-Sitosterol) soll angstlösend wirken, und leicht antiandrogen, indem es die Umwandlung von Testosteron hemmt. Der Glatzenbildung kann angeblich mit diesem Wirkstoff vorgebeugt werden. Auch enthalten in: Weizen- und Maiskeimöl, Sojaöl.

Cannflavin A, B und C

Die Cannabis-Flavonoide Cannflavin A, B und C sollen entzündungshemmend sein, nachweislich hemmt Cannflavin A das entündungsfördernde Mittel PGE-2 sogar 30-mal stärker als Aspirin.

Kaempferol

Kaempferol soll die Nerven schützen und antimikrobiell, antiinflammatorisch und angstlösend wirken. Hinweise deuten darauf hin, dass ein östrogener Effekt auch postmenopausale Osteoporose positiv beeinflusst. Auch enthalten in: Ginkgo, Grapefruit, Brokkoli, Rosenkohl, Passionsblume, Hopfen.

Luteolin

Luteolin soll ein starker antioxidativer Radikalfänger sein und gilt sogar als Hoffnungsträger, bestimmten Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen zu können. Auch enthalten in: Karotte, Paprika, Sellerie, Pfefferminze, Thymian.

Orientin

Orientin gilt als entzündungshemmendes und antioxidatives, glykosiliertes Flavonoid. Auch enthalten in: Rooibos-Tee, Mönchspfeffer.

Quercetin

Quercetin soll vor allergischen Reaktionen schützen, indem es die Zellmembrane der Mastzellen stabilisiert. Sie können so weniger schnell entzündungsfördernde Stoffe wie Histamin ausschütten. Auch enthalten in: Kapern, Liebstöckl, Kamille, Apfel, Zwiebel, Traube, Brokkoli.

Vitexin

Vitexin soll ein beruhigender Wirkstoff sein, der auch anxyolytisch wirkt. Er ist ein Abkömmling des Flavonoids Apigenin. Auch enthalten in: Bambusblatt, Weißdorn.

Cannabisblüten: So verstärken Terpene Cannabinoide

Vorratsgläser mit Cannabis: Terpene verstärken die Wirkung von Cannabinoiden.
Terpene: Wirkungsverstärker für Cannabinoide.

Die Tabelle zeigt, wie die 23 bekanntesten Terpene Cannabinoide in ihrer Wirkung verstärken:

Bekannte WirkungTerpene
Linderung chronischer und akuter Schmerzenp-Cymol, Beta-Caryophyllen, Myrcen, Nerolidol 
Gegen Bakterien, Viren, Pilze oder ParasitenBisabolol, Alpha-Terpinen, Gamma-Terpinen, Phellandrene 
Beruhigend, schlaffördernd und angstlösendLinalool, Guaiol, Terpinolen, Alpha-Santalol
Verbesserung kognitiver Leistung und AufmerksamkeitEucalyptol (Cineol), Alpha-Pinen, Beta-Pinen, Limonen
GewichtsreduktionHumulen, Camphen, Alpha-Terpineol
Knochenaufbau, gegen Krebs, Fieber senkend3-Caren, Geraniol, Beta-Selinen, Ocimene

Grundsätzlich unterscheiden sich die mehr als 8.000 bekannten Terpene in puncto Duft und Geschmack. Einerseits gibt es die leichten, fruchtig-blumigen Aromen und andererseits über 3.000 Varianten mit stechenden und sandelholzartigen Noten, die an Moschus und Teebaumöl erinnern. Amnesia Haze, eine reine Sativa, enthält zum Beispiel die Terpene Beta-Caryophyllen, -Myrcen und -Ocimen.

Welcher Arzt verschreibt Cannabisblüten?

Arzt verschreibt Cannabis-Blüten
Jeder zugelassene Arzt – außer Zahn- und Tierärzten – darf Cannabisblüten verschreiben.

Die Frage „Welcher Arzt verschreibt Cannabisblüten?“ ist leicht beantwortet: Generell darf jeder, der zur „Ausübung des ärztlichen Berufs“ befugt ist, Cannabisblüten per Betäubungsmittel-Rezept (BtM-Verordnung) verschreiben. Zahnärzte und Tierärzte sind ausgenommen. Die Cannabisblüten sind dabei namentlich exakt zu benennen. Anschließend prüft die Krankenkasse, ob sie Kosten übernimmt oder ob der Patient die Cannabisblüten selbst zahlen muss (Cannabis-Selbstzahler). Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist zumeist, dass der Patient als austherapiert gilt.

Neben den naturbelassenen Cannabisblüten ist die Verschreibung von Cannabis-Extrakt eine orale Alternative zum Inhalieren, die sich darüber hinaus sehr exakt dosieren lässt. Für THC-Extrakt, internationaler Freiname Dronabinol, ist ein Betäubungsmittel-Rezept erforderlich. Für THC-freie Präparate wie CBD-Extrakte als Öl, Liquid, Pulver oder Kapseln reicht in der Apotheke ein herkömmliches Rezept vom Arzt.


Dieser Artikel beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zu einem Gesundheitsthema und dient nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen unsere Redakteure nicht beantworten.

Bildquellen zum Ratgeber „Cannabisblüten im Kurzüberblick“

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