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Was ist CBD?

CBD (Cannabidiol) ist einer von circa 600 Inhaltsstoffen, die natürlich in der Hanfpflanze (Cannabis Sativa / Cannabis Indica) vorkommen. CBD-Öl ist ein Cannabis-Produkt, das wie THC-Öl aus Cannabisextrakt hergestellt wird.

THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD sind die wichtigsten Cannabinoide

CBD gehört ebenso wie Tetrahydrocannabinol (THC) zur Gruppe der Cannabinoide, von denen bisher mehr als 100 verschiedene in der Hanfpflanze (auch Cannabispflanze oder Marihuanapflanze) entdeckt wurden. Nach THC ist CBD am zweithäufigsten in der Pflanze enthalten. Der CBD-Gehalt variiert abhängig von der Sorte. Bei legalem industriellem Nutzhanf, auch als Industriehanf bezeichnet, liegt in der Regel zwischen 6 und 25 Prozent.

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Apotheke, Drogerie, CBD-Shop in der Nähe oder Online-Shop – CBD-Produkte, allen voran CBD-Tropfen, sind mittlerweile fast überall erhältlich.

Im Hanfblatt sind übrigens kaum und in den Hanfsamen gar keine Cannabinoide enthalten.

CBD-Wirkung
CBD hat eine entspannende und beruhigende Wirkung und kann so gegen Schlafstörungen helfen.
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CBD-Wirkung und Unterschied Sativa / Indica

CBD hilft bei Schlafstörungen, kann Schmerzen lindern, gegen depressive Stimmungen und angstlösend wirken. Sogar bei Epilepsie und Krebs werden dem Wirkstoff positive Eigenschaften zugeschrieben. Die CBD-Wirkung unterscheidet sich von der THC-Wirkung vor allem dadurch, dass CBD nicht psychoaktiv ist.

Unter Konsumenten ist es auch üblich hinsichtlich der Cannabis-Wirkung von einer Sativa-Wirkung und einer Indica-Wirkung zu sprechen. Das geht auf einige taxonomische Irrungen und Wirrungen zurück sowie auf die fälschliche Annahme, dass „Sativa-Sorten“ immer viel THC und wenig CBD enthalten und „Indica-Sorten“ umgekehrt weniger THC und mehr CBD. Die Sativa-Wirkung soll sich entsprechend durch energetisierende und stimulierende Effekte auszeichnen. Die Indica-Wirkung soll vor allem entspannend-beruhigend sein und sich deshalb besonders für die abendliche Anwendung eignen.

Die meisten Taxonomen sind sich heute einig, dass Cannabis sativa L. monospezifisch ist. Es handelt sich demnach um eine Art mit Unterarten. Cannabis sativa subsp. indica ist eine solche Unterart. Die unter Züchtern übliche Unterscheidung von Sativa- und Indica-Sorten nach äußerlichen Merkmalen steht in keinem Bezug zur Taxonomie der Cannabispflanze. Demnach besteht der Sativa-Indica-Unterschied darin, dass Indica-Pflanzen grundsätzlich breitere Blätter als Sativa-Gewächse haben und eher buschig in die Breite statt langgestreckt wachsen.

Des Weiteren ist heute bekannt, dass CBD und THC synergistische Eigenschaften aufweisen, auch in Bezug auf in Cannabis enthaltene Terpene. Die Wirkung von Cannabisöl ganz allgemein und eben auch speziell die CBD-Wirkung kann also durch viele Faktoren beeinflusst werden.

CBD: molekulare Darstellung

Unterschied CBD – THC

Der Unterschied zwischen CBD und THC: CBD hat anders als THC keinerlei berauschende Wirkung. CBD-Cannabis kaufen kann man trotzdem nicht ohne ärztliche Verordnung. Unter gewissen Umständen sind CBD-Präparate als Arzneimittel mit einem herkömmlichen Rezept erhältlich. THC-basierte Präparate wie Dronabinol sind hingegen ausschließlich mit einem Cannabis-Rezept erhältlich. Sogenannte Cannabis-Ärzte, also Ärzte, die sich auf die medizinische Anwendung von Cannabis gegen Schmerzen und andere Beschwerden spezialisiert haben, kennen die unterschiedlichen Wirkweisen der verschiedenen Cannabinoide. Und sie wissen um Details wie den Sativa-Indica-Unterschied und was Haze-Sorten wie zum Beispiel Pure Haze, sind.

Chemische Formeln: Unterschied von THC und CBD.
Kleiner, aber feiner Unterschied: CBD und THC.
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CBD: Terpene
Tragen nicht nur zum Duft und Geschmack der Hanfpflanze bei: Terpene haben auch synergistische Wirkungen mit den Cannabinoiden.
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Terpene in der Hanfpflanze

Terpene in der Hanfpflanze sind flüchtige Aromastoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen. Sie verkörpern den typischen Geruch und Geschmack von Cannabis. Terpene beeinflussen die CBD-Wirkung maßgeblich, indem sie mit den Cannabinoiden und anderen Bestandteilen der Pflanze interagieren, was als Entourage-Effekt bezeichnet wird.

Häufig vorkommende Terpene der Cannabispflanze:

  • Myrcen beruhigt und entspannt.
  • Limonen ist stimmungsaufhellend und stresslindernd.
  • Linalool wirkt entspannend und angstlösend.
  • Caryophyllen ist entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Pinene sind aufmerksamkeitsfördernd und konzentrationssteigernd.

Flavonoide in der Cannabispflanze

Flavonoide in der Cannabispflanze gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, Kräutern, Nüssen, Samen, Tee und anderen pflanzlichen Produkten zu finden – wie der Cannabispflanze. Flavonoide haben positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Flavonoide können helfen, das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern, indem sie den Blutdruck senken, die Blutgefäße erweitern, die Durchblutung verbessern und den Cholesterinspiegel regulieren.
  • Krebsprävention: Einige Flavonoide haben das Potenzial, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen und das Risiko bestimmter Krebsarten zu reduzieren.
  • Entzündungshemmung: Flavonoide können entzündungshemmende Wirkungen haben und helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
  • Unterstützung des Immunsystems: Flavonoide können das Immunsystem stärken und die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infektionen und Krankheiten verbessern.

Häufig vorkommende Flavonoide der Cannabispflanze:

  • Quercetin ist ein Antioxidans mit entzündungshemmenden und antiallergischen Eigenschaften, da es die Durchblutung und die kognitiven Funktionen des menschlichen Körpers verbessern kann.
  • Kaempferol ist auch ein Antioxidans mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Kaempferol kann helfen, das Immunsystem zu stärken und das Krebsrisiko zu reduzieren.
  • Apigenin ist bekannt für seine beruhigende und angstlösende Wirkungen. Apigenin kann auch entzündungshemmend und antioxidativ wirken und es kann das Krebsrisiko reduzieren.
  • Cannflavin A ist ein Cannabis-spezifisches Flavonoid, hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann dabei unterstützen, Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren.
  • Orientin hat antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, unterstützt den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Herzgesundheit zu verbessern.
CBD: Flavonoide
Auch die Flavonoide der Cannabispflanze sind für vielfältige biologische Aktivitäten und ihre gesundheitlichen Vorteile bekannt, z. B. als Antioxidantien, die dazu beitragen, Zellschäden durch freie Radikale zu reduzieren.
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Synthetische Cannabinoide
Chemisch identisch zum natürlichen Vorbild: synthetische Cannabinoide, z. B. CBD.
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Synthetische Cannabinoide

Synthetische Cannabinoide sind künstlich hergestellte Cannabinoide und haben eine ähnliche Wirkung wie die natürlichen Cannabinoide. Seit den 1970er Jahren können Cannabinoide künstlich im Labor hergestellt werden.

CBD-Produkte aus dem CBD-Shop

Es gibt sie in Deutschland: CBD-Shops mit einer Fülle von CBD-Produkten in den Regalen. Es gibt sie im Internet und es gibt sie ganz normal im Stadtbild. Sie verstoßen zwar nicht grundsätzlich gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), so ganz legal ist das Angebot in der Regel trotzdem nicht. Denn viele CBD-Produkte dürfen in Deutschland nicht verkauft werden, weil sie keine Zulassung als Nahrungsmittel haben, zum Beispiel CBD-Fruchtgummis oder CBD-Blumen. CBD-Öl hingegen darf verkauft werden, zumindest als Kosmetikum. Dann ist es aber nicht zur oralen Einnahme gedacht …

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Das Regelwerk ist komplex und regionalen Besonderheiten unterworfen, was Interpretation und Kontrolle der Bestimmungen betrifft.

In einem gut sortierten CBD-Shop (online oder vor Ort) gibt es trotz alledem meist fast die ganze Bandbreite an CBD-Produkten zu kaufen, unter anderem:

  • CBD-Blüten / CBD-Blumen
  • CBD-Gummibärchen und andere CBD-Fruchtgummis
  • CBD-Tee
  • CBD-Kapseln
  • CBD-Liquid
  • CDB-Creme
  • CBD-Paste
  • CBD-Salbe

Die Produkte werden üblicherweise damit beworben, dass sie aus EU-zertifiziertem Nutzhanf hergestellt worden sind und nicht mehr als 0,2 Prozent THC, der psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze, enthalten.

CBD-Öl, CBD-Tropfen oder Hanföl mit CBD

CBD-Öl ist der Klassiker unter den CBD-Darreichungsformen: CBD-Öl, auch als CBD-Tropfen bekannt, seltener Hanf-Tropfen, wird meist durch Kaltpressung oder CO2-Extraktion gewonnen. Es besteht aus verschiedenen Komponenten der Cannabispflanze und einem Trägeröl, in dem diese gelöst sind. Das Trägeröl kann, muss aber nicht Hanföl sein.

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In der Regel wird CBD-Öl in verschiedenen Konzentrationen (zum Beispiel CBD-Öl 10 oder CBD-Öl 20) und in einem Glasfläschchen verkauft, um es tropfenweise dosieren zu können. Es ist für die sogenannte sublinguale Einnahme vorgesehen. Das bedeutet, dass die Tropfen – zum Beispiel CBD-Hanföl gegen Schmerzen – direkt unter die Zunge gegeben werden. Vor dem Herunterschlucken ist es wichtig, etwa eine Minute zu warten, damit die Inhaltsstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können.


Die Aufnahme über Schleimhäute hat grundsätzlich den Vorteil, dass die Wirkstoffe besonders schnell ins Blut übergehen, sodass die Wirkung sich recht zeitnah entfaltet. 


Viele Anwender von CBD-Tropfen berichten im Netz von ihren positiven Erfahrungen. Beliebt ist vor allem BIO-CBD-Öl. Aber es gibt dennoch große Qualitätsunterschiede bei CBD-Öl laut Stiftung Warentest.

Vollspektrum-CBD-Öl
Die volle Kraft der Cannabispflanze: Vollspektrum-CBD-Öl.
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Vollspektrum-CBD-Öl

Eine besondere Form von CBD-Ölen ist das Vollspektrum-CBD-Öl. Es enthält neben CBD weitere Komponenten, die natürlicherweise in der Hanfpflanze zu finden sind – darunter Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. Der Anteil des berauschenden THCs liegt bei Nicht-Arzneimitteln aber grundsätzlich bei unter 0,2 Prozent.

Der Vorteil eines Vollspektrum-CBD-Öles ist das Zusammenwirken der vielen pflanzlichen Inhaltsstoffe, die in Summe zum Entourage-Effekt führen: Eine verstärkte Wirkung durch Synergien zwischen den verschiedenen Pflanzenstoffen.

Breitspektrum-CBD-Öl

Ein Breitspektrum-CBD-Öl enthält wie ein Vollspektrum-CBD-Öl zum Beispiel Terpene, Flavonoide und Cannabinoide. Ziel bei Breitspektren ist aber immer, ein THC-freies Produkt zu gewinnen.

Ein Breitspektrum-CBD-Öl wird gewonnen, indem einzelne Verbindungen aus der Hanfpflanze isoliert und anschließend wieder kombiniert werden. Deswegen können sich die verschiedenen Breitspektrum-CBD-Öle der Hersteller bezüglich der in ihnen enthaltenen Komponenten stark unterscheiden.

Breitspektrum-CBD-Öl.
Schlägt die Brücke zwischen Vollspektrum und Isolat: Breitspektrum-CBD-Öl.
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CBD-Öl 10 Prozent
Nicht vergessen: Bei Wechsel von CBD-Öl 10 auf eine andere Konzentration die Dosierung anpassen!
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CBD-Öl 10 Prozent, 20 Prozent oder 30 Prozent?

CBD-Öl ist in unterschiedlichen Konzentrationen erhältlich, wobei 10 Prozent, 20 Prozent und 30 Prozent handelsüblich sind. Die Wirkung auf die Patienten ist aufgrund individueller Verträglichkeit unterschiedlich.

CBD-Öl 10 Prozent eignet sich als Konzentration für Erstkonsumenten. Es macht für Patienten Sinn, die noch keine Erfahrung mit CBD haben, eine moderate Wirkung wünschen oder schlichtweg mit einer geringen Dosierung starten möchten. Da die Konzentration niedrig ist, ist auch das Risiko für Cannabis-Nebenwirkungen geringer.

CBD-Öl 20 Prozent ist eine Konzentration, die sich für Anwender mit Konsumerfahrung von CBD-Produkten oder Personen mit stärkeren Beschwerden eignet. Bei der Anwendung von CBD-Öl 20 Prozent ist es wichtig, die Dosierung sorgfältig anzupassen und mögliche Nebenwirkungen zu beobachten.

CBD-Öl 30 Prozent ist eine hohe Konzentration, die für Personen mit schwerwiegenden Beschwerden oder einer hohen Toleranz gegenüber CBD geeignet ist. Die Wirkung von CBD-Öl 30 Prozent kann folgende Beschwerden lindern:

  • starke chronische Schmerzen
  • schwere entzündliche Erkrankungen
  • starke Angststörungen
  • intensive Schlaflosigkeit

Da die Konzentration hoch ist, sollte die Anwendung von CBD-Öl 30 Prozent sorgfältig überwacht und die Dosierung langsam angepasst werden.

CBD-Öl: morgens oder abends?

Ob CBD-Öl besser morgens oder besser abends genommen wird, hängt vom Therapieziel ab.

Wer unter Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Stress leidet, sollte morgens zum CBD-Öl greifen. Grund ist die beruhigende Wirkung von CBD-Öl auf das Nervensystem. Es unterstützt die geistige Entspannung und fördert die Konzentration. Folgende drei Aspekte sprechen für die morgendliche Einnahme von CBD.

  1. Energie: CBD kann dazu beitragen, das Energieniveau zu erhöhen. Das kann einen produktiven Start in den Tag unterstützen.
  2. Stressabbau: CBD-Öl kann helfen, Stress abzubauen und die Stimmung zu verbessern.
  3. Konzentrationsförderung: Die beruhigende Wirkung von CBD kann dazu beitragen, den Geist zu fokussieren und die Konzentration zu verbessern.

Menschen, die CBD-Öl abends oder vor dem Einschlafen einnehmen, können Schlafstörungen und Schmerzen wie Rückenschmerzen lindern und so die nächtliche Unruhe reduzieren. Dabei profitieren sie von den entspannenden und schmerlindernden Eigenschaften von CBD-Öl. Für eine Einnahme am Abend sprechen folgende drei Argumente.

  1. Schlafförderung: CBD-Öl kann helfen, den Schlaf zu verbessern, die Schlafqualität zu erhöhen und das Einschlafen zu erleichtern.
  2. Entspannung: Die entspannende Wirkung von CBD-Öl kann dazu beitragen, Körper und Geist runterzufahren, was auch einen erholsamen Schlaf fördert.
  3. Schmerzlinderung: CBD-Öl kann dazu beitragen, Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren, was für Menschen mit chronischen Schmerzen oder Erkrankungen wie Arthritis von Vorteil sein kann.
CBD-Öl Einnahme
Auf die Frage, ob CBD-Öl besser morgens oder abends eingenommen wird, gibt es keine pauschale Standard-Antwort.
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CBD-Öl-Nebenwirkungen
Hat CBD-Öl Nebenwirkungen? Ja – keine Wirkung ohne Nebenwirkung.
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CBD-Öl: Nebenwirkungen

Dass bei CBD-Öl Nebenwirkungen fast nie auftreten, gilt als großer Vorteil solcher Präparate. Nebenwirkungen lassen sich dennoch nicht völlig ausschließen.

CBD-Nebenwirkungen gelten als kurzfristig, wenn sie im direkten Anschluss (wenige Minuten bis viele Stunden) nach einer CBD-Anwendung auftreten. Zu den häufigsten kurzfristigen Nebenwirkungen zählen:

  • Schwindel
  • niedriger Blutdruck (weniger als 110/80 mm Hg)
  • Mundtrockenheit
  • Abgeschlagenheit
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Hautausschlag

Langfristige Nebenwirkungen von CBD treten nicht unmittelbar nach der Anwendung auf, sondern entstehen mit der Zeit bei regelmäßiger Einnahme. Folgende langfristige Nebenwirkungen können bei einem regelmäßigen Einsatz von CBD auftreten:

  • Gewichtszunahme
  • Gewichtsabnahme
  • Infektanfällligkeit
  • erhöhte Leberwerte
  • generelle Schwäche und Müdigkeit

Dabei ist vor allem die Dosis entscheidend. Je höher das CBD dosiert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Nebenwirkungen.

CBD-Öl kann mit bestimmten Medikamenten interagieren und deren Wirkung beeinflussen. Insbesondere kann CBD die Aktivität von Cytochrom P450 Enzymen im Körper hemmen, die für den Abbau von vielen Arzneimitteln verantwortlich sind. Wer verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, sollte deswegen Arzt oder Apotheker nach Wechselwirkungen mit CBD-Öl fragen. Übrigens darf jeder Arzt, auch der Hausarzt Cannabis verschreiben.

CBD-Öl: Wirkung auf Psyche

CBD-Öl wirkt auf die Psyche: Zu den Hauptanwendungsgebieten von CBD-Öl gehört die Linderung von Angstzuständen. Studien belegen, dass CBD eine angstlösende Wirkung hat, indem es auf das Endocannabinoid-System (ECS) im Körper einwirkt. Das ECS ist an der Regulierung von Schlaf, Appetit, Schmerz und dem Immunsystem beteiligt.

Durch die Interaktion mit den Cannabinoid-Rezeptoren im ECS kann CBD dazu beitragen, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen und Angstzustände zu reduzieren. Eine Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass 79,2 Prozent der Teilnehmer, die CBD einnahmen, von einer Verringerung ihrer Angstsymptome berichteten.

Depressionen sind eine weitere psychische Störung, bei der CBD-Öl eine lindernde Wirkung nachgesagt wird. Es wird angenommen, dass CBD antidepressive Eigenschaften hat, indem es die Serotoninwerte im Gehirn beeinflusst. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der für die Stimmungsregulation verantwortlich ist. Niedrige Serotoninspiegel werden mit Depressionen in Verbindung gebracht. CBD kann die Serotoninrezeptoren im Gehirn aktivieren und so die Stimmung verbessern und depressive Symptome lindern.

CBD-Öl: Wirkung auf Psyche
Es gibt zwar (noch) keine spezifische Forschung, die sich ausschließlich mit der Wirkung von CBD-Öl auf Flugangst befasst, aber es gibt Hinweise darauf, dass CBD bei der Linderung von Angstzuständen im Allgemeinen helfen kann.
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CBD-Öl kaufen
Bevor Sie CBD-Öl kaufen: Hinterfragen Sie die Qualität!
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CBD-Öl kaufen

In Deutschland kann man vielerorts CBD-Öl kaufen. Vor allem gibt es eine Vielzahl von Online-Shops, die CBD-Öl anbieten. Allerdings bewegt sich der Verkauf von CBD-Öl häufig in rechtlichen Grauzonen. Nur durch einen THC-Gehalt unter 0,2 Prozent allein erfüllt CBD-Öl noch nicht alle rechtlichen Voraussetzungen, um ein frei verkäufliches Produkt zu sein.

Auf der sicheren Seite sind Patienten, die ein ärztliches Rezept für CBD-Öl haben. Ein als Medikament zugelassenes CBD-Öl ist beispielsweise Epidiolex: Der primäre Wirkstoff ist CBD; das Trägeröl ist Sesamöl. Wenn die Krankenkasse keine Kostenübernahme für die Cannabis-Medizin gewährt hat, können Selbstzahler in der Cannabis-Apotheke gegen Vorlage eine Privatrezepts dieses CBD-Öl kaufen.

Verwechslungsgefahr: Einige Reformhäuser und Bio-Läden führen Hanfprodukte, zum Beispiel Hanföl. Dabei handelt es sich aber in aller Regel nicht um CBD-Öl, sondern um Hanfsamenöl. Dieses Speiseöl wird aus Hanfsamen hergestellt, die keine Cannabinoide enthalten. Wer eigentlich CBD-Öl kaufen möchte, ist damit falsch bedient.

CBD-Blüten oder CBD-Blume der Cannabispflanze

CBD-Blüten sind die getrockneten Blütenstände von Hanfpflanzen, die einen hohen Gehalt an Cannabidiol (CBD) und einen niedrigen Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) aufweisen. THC ist die psychoaktive Verbindung in Cannabis, während CBD nicht psychoaktiv ist und keine berauschende Wirkung hat.

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CBD-Blüten werden aus speziellen Hanfsorten gewonnen, die gezielt gezüchtet wurden, um einen hohen CBD-Gehalt und einen niedrigen THC-Gehalt zu haben. Diese Sorten werden oft als „CBD-reiche“ oder „CBD-dominierte“ Hanfsorten bezeichnet. Die CBD-Blüten werden geerntet, getrocknet und dann als lose Blüten verkauft.

Der CBD-Gehalt und die Qualität der CBD-Blüten werden maßgeblich durch die Blütezeit geprägt, die deutlich variiert und verschiedenen Faktoren abhängig ist.

  • CBD-Kultivar: Die Blütezeit variiert von Cannabissorte zu Cannabissorte; sie kann zwischen sechs und zwölf Wochen betragen.
  • Energie: Wird die Pflanze unter künstlichem statt natürlichem Licht aufgezogen, kann der Züchter durch Lichtzyklusmanipulation die Blütezeit beeinflussen.
  • Klima: Vor allem bei Kultivierung von CBD-Pflanzen unter freiem Himmel, kann die Blütezeit von den Klimabedingungen beeinflusst werden – Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtintensität …

Die optimale Blütezeit für die CBD-Blume ist maßgebend für den CBD-Gehalt und die Blütenqualität bezüglich des Terpenprofils und des Flavonoid-Profils. Die rechtzeitige Ernte der CBD-Blüten und eine fachgerechte Trocknung haben Einfluss auf den Gehalt von CBD, Terpenen und Flavonoiden.

CBD-Blüten rauchen
Nicht berauschend und doch verboten: CBD-Blüten rauchen – sofern es kein medizinisches Cannabis ist.
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CBD-Blüten rauchen

Wer CBD-Blüten rauchen möchte, sollte wissen, dass auch diese in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Legal CBD-Blüten rauchen ist aber möglich, wenn eine ärztliche Verschreibung vorliegt. Das medizinische Cannabis Drapalin 1/17 Maluti CBD beispielsweise basiert auf dem Cannabis-Kultivar AC/DC, das für seinen hohen CBD-Gehalt von 17 Prozent bei einer THC-Konzentration von < 1 Prozent bekannt ist. Es besteht also kein berauschender Effekt. CBD-Blüten anderer Cannabissorten können einen CBD-Gehalt von bis zu 20 Prozent haben.

CBD-Blüten sind von Natur aus ein Vollspektrum-Produkt, denn sie enthalten auch andere Cannabinoide (CBG etc.), Terpene und Flavonoide. Der Geschmack hängt in erster Linie von dem Terpenprofil ab. Patienten, die CBD-Blüten rauchen, berichten bei der Sorte AC/DC beispielsweise von einem erdig-holzigem und würzigen Geschmack mit zarten Noten von Pinie, Zitrone und Honig. Der Geschmack von CBD-Blüten der Sorte Cannatonic gilt als erdig-würzig mit süßen und blumigen Aromen.

Je nach Hersteller erhalten Patienten die getrockneten Knospen weiblicher Cannabispflanzen am Stück oder aber als Granulat.

CBD-Blüten kaufen

Wer als Privatperson in Deutschland legal CBD-Blüten kaufen möchte, benötigt ein ärztliches Cannabis-Rezept. Ein freier Verkauf von CBD-Blüten ist nicht erlaubt, weil alle Teile der Cannabispflanze mit Ausnahme der Hanfsamen dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Dass jeder CBD-Blüten kaufen und verkaufen kann, solange der THC-Gehalt weniger als 0,3 Prozent beträgt, ist ein Irrglaube. Auch Cannabissamen, die zum Anbau von CBD-Blüten vorgesehen sind, dürfen in Deutschland nicht einfach vertrieben werden – anders als Hanfsamen zum Verzehr.

Unternehmen, die beispielsweise als Kosmetikhersteller für ihre Produktion CBD kaufen möchten, unterliegen natürlich anderen Regularien als Privatpersonen.

CBD-Blüten kaufen
Nur mit Rezept legal in Deutschland: CBD-Blüten kaufen.
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CBD-Gras

CBD-Gras ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für CBD-Blüten. Es gibt verschiedene Theorien über die Herkunft des Begriffs. Möglich ist, dass die Bezeichnung auf die grasgrüne Farbe vieler Cannabisblüten zurückgeht. Zudem haben einige Sorten einen grasähnlichen Geruch.

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Bei CBD-Gras sind zwar in erster Linie die Cannabisblüten gemeint, es können aber streng genommen auch kleine blütennahe Blätter enthalten sein. Größere Blätter und die Stängel werden beim Trimming von den Blüten getrennt. Das Trimming kann händisch oder maschinell erfolgen.

Wenn CBD-Gras den Regularien für medizinisches Cannabis unterliegt, werden CBD- und THC-Konzentration streng kontrolliert. Denn trotz standardisierter Anbaubedingung kann es zu Abweichungen kommen. Auch für den Anbau von Nutzhanf gibt es diverse Vorgaben. Es sind Fälle bekannt, in denen ganze Ernten vernichtet werden mussten, weil der THC-Anteil die zugelassene Grenze überschritten hatte.

Wer CBD-Gras illegal bezieht, kann sich des CBD- und THC-Gehalts nie gewiss sein.

CBD-Liquid

CBD-Liquid ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine flüssige Form von CBD. Sie wird mit Hilfe von E-Zigaretten inhaliert. Im Vergleich zu CBD-Tropfen wird das CBD schneller vom Körper aufgenommen, da es durch die Lunge in den Blutkreislauf gelangt. Dies führt zu einer schnellen Bioverfügbarkeit, was besonders für Menschen relevant ist, die auf eine rasche Linderung akuter Beschwerden abzielen.

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Wenn von CBD-Liquid die Rede ist, sind da in der Regel jedoch nicht medizinische Cannabis-Extrakte. Für solche gibt es folgende Anwendungsbereiche:

  • CBD-Extrakt im Schmerzmanagement wird zur Linderung von Schmerzen eingesetzt, zum Beispiel bei chronischen Schmerzpatienten, die an Rheuma-Erkrankungen wie Arthritis oder Fibromyalgie leiden.
  • Bei Angststörungen hat CBD-Extrakt einen beruhigenden und entspannenden Effekt.
  • CBD-Extrakt kann das Einschlafen erleichtern und den Durchschlaf fördern.
  • Bei Epilepsie hat sich CBD-Extrakt als effektiv erwiesen und wird von Patienten zur herkömmlichen Medikation hinzugezogen.
  • CBD-Extrakt kann bei Multiple Sklerose-Patienten zur Linderung von Muskelkrämpfen und Schmerzen beitragen.

Bei E-Liquids im Freizeitbereich handelt es sich üblicherweise nicht um reine Cannabisextrakte. Häufig enthalten solche CBD-Liquids Aromastoffe wie Blaubeer- oder Pfefferminz-Geschmack und andere Zusatzstoffe.

CBD-Liquid rauchen

CBD-Liquid rauchen gilt als eine besonders genussvolle Variante für CBD-Anwendungen. Das CBD-Liquid wird dabei mit einer E-Zigarette oder einem CBD-Verdampfer inhaliert. Da die inhalierten Verbindungen über die Lunge umgehend in den Blutkreislauf aufgenommen werden, tritt beim Rauchen von CBD-Liquid die Wirkung im Vergleich zu allen anderen Darreichungsformen am schnellsten ein.

He, Oks et al. und Perrine, Pickens et al. führen allerdings diverse Fallberichte an, laut derer CBD-Liquid rauchen bei hohen Temperaturen zu Lungenschäden führen kann.

CBD-Liquid rauchen
Forschung erwünscht: Wie schädlich ist das Rauchen von CBD-Liquid?
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CBD-Spray

Ein CBD-Spray ist ein Mundspray, das wie klassische CBD-Öl-Tropfen ebenfalls ein Trägeröl enthält, indem das Cannabis-Extrakt gelöst ist. Auch CBD-Sprays sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich. Für einen angenehm-frischen Geschmack enthalten viele CBD-Sprays zusätzlich ätherische Öle wie Zitronen- oder Pfefferminzöl. 

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Viele Anwender bevorzugen CBD-Sprays aufgrund der praktischen und einfachen Anwendung. Während CBD-Öl in Tropfenform vergleichsweise mühselig dosiert werden muss, genügen beim Spray einfache Pumpstöße.

Gleichzeitig sind Sprays etwas hygienischer, da die Fläschchen nicht für jede Anwendung geöffnet werden müssen, wie es bei Tropfen der Fall ist. Auch der Kontakt mit der Zunge ist beim CBD-Spray unwahrscheinlicher als bei Tropfen.

CBD-Kapseln

Bei CBD-Kapseln handelt es sich prinzipiell um CBD-Öl, das in einer Kapsel „eingeschlossen“ wurde. Die CBD-Konzentration variiert auch hier je nach Produkt. Die Dosierung gelingt mit Kapseln besonders einfach, da eine Kapsel eine fest definierte Konzentration enthält. Daher sollten CBD-Einsteiger mit niedrig dosierten Kapseln beginnen und erst nach einer Eingewöhnungszeit von einigen Wochen auf höher dosierte Kapseln umsteigen, falls die gewünschte Wirkung noch nicht erreicht wurde.

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Anders als Tropfen und Sprays müssen CBD-Kapseln nach der Einnahme zunächst den Magen-Darm-Trakt passieren. Aufgrund dessen entfaltet sich die Wirkung in der Regel erst nach etwa 30–90 Minuten. Daher sind CBD-Kapseln nicht die erste Wahl, wenn eine schnelle Wirkung, zum Beispiel bei Nervosität oder Übelkeit gewünscht wird. Hingegen eignen sie sich gut zur Behandlung von bestehenden Beschwerden wie chronischen Schmerzen und Entzündungen.

CBD-Gummibärchen und andere CBD-Fruchtgummis

CBD-Fruchtgummis wie CBD-Gummibärchen unterscheiden sich von normalen Gummibärchen oder Fruchtgummies nur durch ihren Cannabidiol-Anteil (CBD-Anteil). Und genau wie diese, werden sie auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Der CBD-Anteil sollte immer auf der Packung angegeben sein.

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CBD-Fruchtgummis sind eine interessante Alternative für Menschen, die den Geschmack von CBD-Öl nicht mögen.

In Deutschland ist der Handel mit CBD-Gummibärchen nicht erlaubt, weil die CBD-Fruchtgummis keine Zulassung als Novel Food in der EU haben. Novel Food-Produkte sind Lebensmittel, die Inhaltstoffe haben, die nicht schon lange zu unserer Nahrung gehören. Auch wenn der Handel bei uns nicht erlaubt ist, gibt es keinen vergleichbaren Verfolgungsdruck wie etwa bei THC-haltigen Produkten. Konsumenten sollten darauf achten, dass die CBD-Gummis aus EU-zertifizierten Hanf hergestellt werden.

CBD-Creme

CBD-Cremes trenden. Sie enthalten CBD-Öl und darüber hinaus weitere Inhaltsstoffe, die, aufgetragen auf die Haut, die gewünschte Wirkung verstärken sollen. CBD-Cremes werden bei Hautproblemen wie Akne oder Schuppenflechte wie auch für Anti-Aging-Zwecke eingesetzt.

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Eine CBD-Creme sollte vor dem Kauf genauer unter die Lupe genommen werden. Viele Hersteller der Kosmetikindustrie nutzen Begriffe wie „Hanf“ oder „CBD“ für Marketingzwecke, während die entsprechenden Cremes nur sehr geringe Mengen davon enthalten. Gute Konzentrationen für CBD-Creme liegen bei 200 bis 400 mg CBD pro 50 ml Creme.

Produkt-Tipp: Erfolgreich etabliert hat sich am Markt für CBD-Kosmetik das Unternehmen Alphaplant. Die Kosmetiklinie umfasst derzeit folgende Produkte:

Das rasante Wachstum der Marke seit der Unternehmensgründung, ist für das Alphaplant-Team leicht erklärt: „Wer begeistert ist, kommt wieder”. Vielen Anwendern gefällt neben den CBD-Cremes von Alphaplant sicherlich auch die Unternehmensphilosophie, die dahintersteckt: People over profit. Alphaplant investiert deshalb viel in Forschung und Entwicklung und fördert den Ausbau der eigenen Produktionsstätten und Verarbeitungsmechanismen stark, um kontinuierlich eine hohe Qualität liefern zu können.

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CBD-Salbe oder CBD-Paste

CBD-Salben oder CBD-Pasten enthalten deutlich höhere Konzentrationen an CBD als andere Darreichungsformen. Sie sind mit Ölen oder Wachsen vermischt und die Konsistenz ist deutlich dickflüssiger.

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Besonders gut geeignet ist eine CBD-Paste, um höhere Dosierungen des Cannabis-Derivats sublingual einzunehmen, das heißt unter der Zunge. Die CBD-Paste wird dann über die Schleimhaut des Mundes schnell absorbiert. CBD-Salbe hingegen wird auf die Haut aufgetragen.

CBD-Kristalle

CBD-Kristalle bestehen aus hochkonzentriertem CBD. CBD-Kristalle sind also ein CBD-Isolat. Sie werden durch einen aufwendigen Extraktionsprozess mithilfe von CO2 gewonnen, wobei alle weiteren Pflanzenstoffe entfernt werden. Auch der THC-Gehalt beträgt bei CBD-Kristallen weniger als 0,2 Prozent, weswegen sie keine berauschende Wirkung haben.

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CBD-Tee

Einfach eine CBD-Blüte mit heißem Wasser aufgießen und fertig ist der CBD-Tee – so einfach ist es leider nicht. Die CBD-reichen Teile der Hanfpflanze müssen vor der Teezubereitung durch Erhitzung aktiviert werden. Dieser Vorgang heißt Decarboxylierung.

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Beim Aufbrühen von CBD-Tee werden die aktiven Verbindungen, einschließlich CBD, aus den Pflanzenteilen in das heiße Wasser übertragen. Durch das Trinken des Tees kann das CBD in den Körper aufgenommen werden. Die Wirkung und Intensität des CBDs im Tee können je nach Dosierung und individueller Reaktion variieren.

CBD-Tee wird oft für seine entspannenden und beruhigenden Eigenschaften geschätzt. Möglicherweise trägt CBD dazu bei, Stress und Angstzustände zu reduzieren, die Schlafqualität zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Da CBD nicht psychoaktiv ist, hat diese Art Hanftee keine berauschende Wirkung und beeinflusst nicht das Bewusstsein.

Dennoch dürfen Teemischungen für CBD-Tee in Deutschland streng juristisch nicht vertrieben werden.

CBD-Nebenwirkungen: Gegenmaßnahmen für schnelle Abhilfe

Treten durch die Verwendung von CBD kurzfristige Nebenwirkungen auf, sollte zunächst sichergestellt werden, dass es sich weder um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten noch um eine minderwertige Qualität des Produktes handelt.

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Ist das ausgeschlossen, können die folgenden Tipps dabei helfen, die CBD-Nebenwirkungen schnell in den Griff zu bekommen, wenngleich sie fast immer nach wenigen Minuten bis Stunden von allein wieder verschwinden.

  • Mundtrockenheit nach CBD-Konsum: Fruchtsaft oder Wasser trinken. Außerdem regt Kaugummi den Speichelfluss an. Am besten schon vor der Einnahme von zum Beispiel CBD-Öl genug trinken.
  • Müdigkeit nach CBD-Konsum: Da CBD entspannend und schlaffördernd wirkt, ist Müdigkeit ein häufiges Phänomen nach dem Konsum. Eine Möglichkeit ist, das CBD vor dem Schlafengehen einzunehmen. Soll es tagsüber genommen werden, kann zusätzlich eingenommenes Koffein die Entstehung von Müdigkeit verhindern.
  • Schwindel nach CBD-Einnahme: Schwindel entsteht leicht durch zu niedrigen Blutdruck, der durch CBD verursacht werden kann. Im Sitzen oder Liegen kann das Blut besser ins Gehirn fließen und das Schwindelgefühl lässt dann meist schnell nach. Präventiv können vor der CBD-Verwendung Elektrolyte genommen werden, da sie helfen, den Blutdruck zu stabilisieren.
  • Durchfall durch CBD: Durchfall (Diarrhö) ist kurzfristig schlecht zu verhindern. Eine weitere CBD-Einnahme sollte aber zunächst unterbrochen werden. Präventiv ist es sinnvoll, das CBD zusammen mit dem Essen einzunehmen.

CBD-Öl für Hunde

CBD-Öl für Hunde – auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber tatsächlich gibt es CBD-Öle, die speziell für Hunde und ihre Wehwehchen entwickelt wurden. CBD-Öl für Hunde wird verwendet, um eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen bei Hunden zu lindern, darunter Angstzustände, Stress, Schmerzen, Entzündungen, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen und vieles mehr. Es kann auch zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens und zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt werden.

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Bei Hunden vielleicht noch wichtiger als bei Menschen: Der THC-Gehalt muss unbedingt unter 0,2 Prozent liegen. Ist mehr von dem psychoaktiven Wirkstoff im CBD-Öl für Hunde, kann das unvorhersehbare Auswirkungen auf das Verhalten des Vierbeiners haben.

CBD-Extraktion

Ohne CBD-Extraktion kein CBD-Öl. Der Grund: In der Hanfpflanze liegt CBD in einer Vorstufe als Cannabidiolsäure (CBDa) vor. CBDa kann der menschliche Körper allerdings nicht verwerten. Erst durch spezielle Verfahren wird aus dem CBDa der Wirkstoff CBD gewonnen. Die Herstellung ist aufwendig und es sind mehrere Produktionsschritte erforderlich, um CBD von guter Qualität zu erhalten.

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Gute Qualität meint ein Breit- oder Vollspektrum-Öl, bei dem neben dem Cannabidiol auch weitere wertvolle Stoffe wie Terpene und Flavonoide erhalten bleiben. Je breiter das Spektrum der enthaltenen Wirkstoffe, desto besser die Wirksamkeit. Das wird auch als Entourage-Effekt bezeichnet. 

Für die Herstellung von CBD-Produkten werden Nutzhanf-Sorten mit einem sehr geringen THC-Gehalt von unter 0,2 % und einem gleichzeitig hohen CBD-Gehalt angebaut. Laut EU-Sortenkatalog sind aktuell 68 Nutzhanfsorten (Stand 03/2022) für den Anbau zugelassen.

Für die Gewinnung des CBD-Extraktes werden hauptsächlich die weiblichen Blüten von Cannabis-Sativa-Züchtungen (Gewöhnlicher Hanf oder Echter Hanf) verwendet. Sie enthalten den höchsten Anteil an Cannabinoiden.

In den meisten Fällen wird dem Cannabis unter definierter Temperatureinwirkung ein Lösungsmittel zugesetzt, das das CBD sowie andere Wirkstoffe aus den Pflanzenbestandteilen herauslöst.

CBD: Decarboxylierung von Cannabis.
Decarboxylierung durch Erhitzen: Aus CBDa wird CBD.
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Decarboxylierung: Aus Cannabidiolsäure wird Cannabidiol

Eine Decarboxylierung ist erforderlich, weil CBD in der Hanfpflanze nur als Vorstufe, der Cannabidiolsäure (CBDa) vorliegt. Um das für den Menschen wirksame CBD aus der Pflanze zu extrahieren, muss vom CBDa ein Kohlenstoffdioxid-Molekül (CO2-Molekül) abgespalten werden. Dieser Prozess wird als Decarboxylierung bezeichnet. Man spricht auch von Aktivierung des CBD. Dazu werden verschiedene Extraktionsverfahren eingesetzt.

Der Extraktionsprozess erfordert genaue Fachkenntnis. Denn erfolgt der Vorgang nicht fachgerecht, werden unter Umständen die anderen wertvollen Wirkstoffe wie Terpene und Flavonoide zerstört. Im schlechtesten Fall erhält man dann kein CBD.

Der einfachste Weg der Aktivierung stellt das Erhitzen der Pflanzenbestandteile dar. Gleiches Prinzip wird beim Rauchen von THC-haltigem Cannabis, also beim ‚Kiffen‘, angewendet. Auch THC muss erst aktiviert werden, um seine psychoaktive Wirkung zu erzielen.

CBD: CO2-Extraktion

Die überkritische CO2-Extraktion von CBD ist eine sehr verbreitete, weil schonende Methode. Durch ein bestimmtes Temperatur-Druck-Verhältnis wird den Cannabisblüten und -blättern in einer geschlossenen Kammer Kohlendioxid (CO2) zugeführt. Dabei befindet sich das CO2 in einem Übergangszustand zwischen flüssig und gasförmig. In diesem speziellen Aggregatzustand fungiert es wie ein Lösungsmittel und löst das CBD aus der Pflanze.

Dieses Verfahren eignet sich insbesondere für die Cannabidiol-Herstellung, da die hitzeempfindlichen Terpene und Flavonoide erhalten bleiben und ebenfalls mit dem CBD herausgelöst werden. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass keine toxischen Lösungsmittel wie Butan eingesetzt werden. Daher gilt es als sehr sicher.
Allerdings können mit diesem Verfahren nur die fettlöslichen Wirkstoffe aus der Pflanze extrahiert werden. So fällt der Entourage-Effekt hierbei etwas geringer aus als zum Beispiel bei der Ethanol-Extraktion. Zudem müssen nach der Extraktion in einem weiteren Schritt die Pflanzenfette (Lipide) und Wachse aufwendig herausgefiltert werden (Winterisierung).

CO2-Extraktion: Chemische Formel von CBD.
Nur 30 °C: Bei der CO2-Extraktion bleibt hitzeempfindliches Pflanzenmaterial erhalten.
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CBD: Ethanol-Extraktion
Bei der Ethanol-Extraktion werden durch den Alkohol alle Bakterien, Viren und Pilze abgetötet.
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CBD: Ethanol-Extraktion

Die Ethanol-Extraktion von CBD ist ein sehr einfaches Verfahren und gehört neben der CO2-Extraktion zu den beliebtesten Extraktionsverfahren. Es gilt als sehr kostengünstig bei gleichzeitig hoher Ausbeute. Ethanol ist auch in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie ein weit verbreitetes und über viele Jahre eingesetztes Lösungsmittel.
Einen entscheidenden Vorteil gegenüber der CO2-Extraktion hat diese Methode: Ethanol kann sowohl die fett- als auch die wasserlöslichen Bestandteile aus der Pflanze lösen, was den Entourage-Effekt noch erhöht. Zudem ist Alkohol im Vergleich zu anderen Lösungsmitteln wie Butan nicht toxisch und damit sicherer für den Menschen. Aufgrund der Brand- und Explosionsgefahr ist diese Methode aber nicht ungefährlich.

Bei der Ethanol-Extraktion wird Alkohol auf eine bestimmte Temperatur gebracht und die Pflanzenbestandteile werden darin eingeweicht, sodass die wertvollen Wirkstoffe wie Cannabidiol, Terpene etc. herausgelöst werden und in den Alkohol übergehen. Abschließend wird der Alkohol so lange erhitzt, bis er vollständig verdampft ist und nur das CBD-Rohöl übrigbleibt.

Nachteil dieser Methode: Auch unerwünschte Stoffe wie Pflanzenfette, sogenannte Lipide, Wachse und Chlorophyll werden aus den Pflanzenfasern herausgelöst. Letzteres verursacht zum Beispiel einen bitteren Geschmack. Deswegen müssen diese Stoffe wie bei der CO2-Extraktion nachträglich wieder entfernt werden. Dieser Prozess wird als Winterisieren bezeichnet.

CBD-Extraktion: Winterisierung

Winterisierung (aus dem Englischen: Winterization) beschreibt einen Prozess, bei dem das aus der Extraktion gewonnene CBD-Rohöl nachträglich behandelt wird, um unerwünschte Stoffe wie Pflanzenfette (Lipide) und Wachse herauszutrennen. Im Prinzip handelt es sich um eine Veredelung.

Dieser Prozess erhöht die Reinheit des Cannabidiols, macht das CBD-Öl transparenter und verbessert den Geschmack. Insbesondere für den Gebrauch in Vaporizern ist dieser Schritt nötig, da die Wachse sonst im Verdampfer verbrennen und ihn beschädigen könnten.

Das gewonnene CBD-Rohöl wird mit Alkohol (Ethanol) gemischt und für etwa 24 Stunden in einem Gefrierschrank aufbewahrt. Dabei trennen sich die Fette und Wachse vom eigentlichen CBD-Öl.

CBD-Extraktion: Winterisierung
Winterisierung = Verfahren zur Abtrennung nicht kälte-löslicher Bestandteile.
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kaltgepresstes CBD-Öl.
Funktioniert nicht nur für die Herstellung von Olivenöl, sondern auch von CBD-Öl: Kaltpressent.
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CBD-Extraktion: Kaltpressen

Ein Verfahren, bei dem keine Hilfsstoffe nötig sind, ist das Kaltpressen. Dazu werden die Pflanzenbestandteile des Cannabis gefroren und unter Druck zerkleinert, sodass die wertvollen Cannabinoide wie CBD und Terpene etc. extrahiert werden. Das Cannabidiol, das daraus gewonnen wird, enthält ein breites Spektrum an Cannabinoiden und weiteren wertvollen Wirkstoffen. Der Entourage-Effekt kann hier noch größer und die Wirksamkeit noch höher als bei der CO2-Extraktion ausfallen.

Zwar ist die Ausbeute geringer als bei anderen Verfahren, das heißt es wird relativ viel Pflanzenmaterial benötigt, aber es ist noch schonender als die CO2-Extraktion.

CBD-Extraktion mit Öl

Cannabinoide sind fettlöslich. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Öl-Extraktion zu eigen. Die Pflanzenbestandteile werden dabei mit Öl getränkt und leicht erhitzt (ca. 100 Grad Celsius), sodass das CBD und die anderen Wirkstoffe in das Öl übergehen.

Für diese Art der Extraktion wird überwiegend Olivenöl oder Traubenkernöl verwendet. Die Methode ist zwar günstig, aber der aus dem Verfahren extrahierte Anteil an Cannabidiol ist so gering, dass es sich für die Herstellung industrieller CBD-Produkte wirtschaftlich nicht rechnet.

CBD-Extraktion mit Öl
Nicht tauglich für die industrielle Anwendung: CBD-Extraktion mit Öl.
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CBD-Extraktion: Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel
Propane ist eines von vielen Lösungsmitteln das zur CBD-Extraktion mittels Kohlenwasserstoffverfahren verwendet wird.
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CBD-Extraktion: Kohlenwasserstoffe als Lösungsmittel

Eine weitere in der Industrie gängige Methode ist die Extraktion mit chemischen Lösungsmitteln, zum Beispiel flüssigem Butan. Es gehört zu den Kohlenwasserstoffen und wirkt ähnlich wie Alkohol. Auch Butan ist leicht entzündlich und explosiv.

Wie bei der Ethanol-Extraktion muss das Lösungsmittel ebenfalls anschließend wieder entfernt werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass keine Lösungsmittel in dem CBD-Konzentrat zurückbleiben, da sie für den Menschen giftig sind.

Bildquellen zum Ratgeber: „CBD: Cannabidiol als Medizin“

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FAQ

Wofür steht CBD?

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der natürlicherweise in der weiblichen Hanfpflanze (lateinisch: Cannabis Sativa) enthalten ist.

CBD ist nach THC die am zweithäufigsten vorkommende chemische Verbindung im Cannabis. Beide stellen für die medizinische und therapeutische Nutzung bisher den wichtigsten Bestandteil der Hanfpflanze dar und sind am besten erforscht. Allerdings haben sie unterschiedliche Eigenschaften.

CBD gehört neben THC (Tetrahydrocannabinol) zur Gruppe der Cannabinoide, von denen bisher über 100 unterschiedliche in der Hanfpflanze entdeckt wurden. Es ist davon auszugehen, dass in der Zukunft noch weitere entdeckt werden.
CBD Abkürzung
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Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?

Gemeinsam ist beiden Stoffen, dass sie natürlicherweise in der Hanfpflanze vorkommen sowie beide der Gruppe der Cannabinoide angehören. Der größte Unterschied liegt wohl darin, dass CBD im Gegensatz zu THC keine psychoaktive Wirkung besitzt. Jedoch beeinflussen sich beide Wirkstoffe gegenseitig. So verringert CBD zum Beispiel die psychoaktive Wirkung von THC.

Beide Stoffe verhalten sich außerdem unterschiedlich im menschlichen Körper. THC wird in der Medizin vor allem gegen Schmerzen verschrieben und begleitend zu einer Chemotherapie, da es gegen Übelkeit hilft und appetitanregend wirkt.

CBD werden entzündungshemmende, schlaffördernde und angstlösende Eigenschaften zugesagt. Zudem hilft es nachweislich gegen seltene Formen von Epilepsie, die vorwiegend bei Kindern auftreten.

Aufgrund der pyschoaktiven Wirkung von THC sieht die rechtliche Lage bei den beiden Cannabinoiden unterschiedlich aus. Der Wirkstoff CBD in seiner Reinform unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Dennoch erfüllen viele CBD-Produkte, in denen CBD in verarbeiteter Form vorliegt, zum Beispiel als CBD-Tropfen, CBD-Öl oder CBD-Kapseln, nicht alle gesetzlichen Anforderungen, um in Deutschland legal in Verkehr gerbacht zu werden. In unverarbeiteter Form, das heißt als Blüten, ist auch CBD bisher nur in Apotheken gegen Vorlage eine ärztlichen Rezepts legal verkäuflich.

THC fällt – wegen seiner berauschenden Wirkung – in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz. Seit 2017 kann jedoch medizinisches Cannabis, das THC enthält, unter bestimmten Voraussetzungen auf Rezept verschrieben werden.

Unterschied CBD und THC als Formeln
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Macht CBD high?

Nein, CBD macht nicht high. Es verhält sich anders im menschlichen Körper als THC.

Die berauschende Wirkung, wie sie von THC bekannt ist, wird im zentralen Nervensystem, das heißt vorrangig im Gehirn und Teilen des Rückenmarks, ausgelöst. Dort befindet sich das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS), das verschiedene Funktionen im Körper reguliert wie zum Beispiel Stimmung, Appetit oder Schmerzempfinden. Verantwortlich sind dafür insbesondere die beiden Rezeptoren CB1 und CB2, die als Botenstoffe fungieren.

THC dockt direkt an einen der beiden Rezeptoren im ECS, die CB1-Rezeptoren, an und führt so zu der berauschenden Wirkung, dem sogenannten High.

CBD dockt weder an den einen noch den anderen Rezeptor direkt an. Stattdessen verhindert es, dass körpereigene Cannabinoide an den CB2-Rezeptoren abgebaut werden. Dort werden andere Funktionen des Körpers reguliert als an den CB1-Rezeptoren.Senorin auf Trampolin - high durch CBD?
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Ist CBD legal?

Ja, der Wirkstoff CBD ist im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes in Deutschland legal, vorausgesetzt das CBD stammt von zertifiziertem Nutzhanf, der in der EU angebaut wurde und dessen THC-Gehalt 0,2 % nicht überschreitet. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird CBD zudem als sicher eingestuft.

Der Anbau ist nur für den gewerblichen Zweck erlaubt. Privatpersonen bleibt es nach wie vor untersagt, CBD-Hanf, auch wenn er die THC-Grenzwerte einhält, für den Eigengebrauch anzubauen.

Jegliche verarbeitete CBD-Produkte, CBD-Öl, CBD-Kapseln, CBD-Gummibären etc., können zumindest aus Sicht des BtMG überall frei verkauft werden, sofern sie die oben beschriebenen Kriterien erfüllen und ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist. Allerdings dürfen Verkäufer nicht mit Heilversprechen werben.

Unverarbeitetes CBD, also CBD-Blüten, CBD-Tees oder CBD-Tabak, ist dagegen nicht legal, auch wenn diese Produkte häufig in Onlineshops zu finden sind. Dieser Umstand gilt aktuell als Grauzone. Hier ist eine EU-weite einheitliche Entscheidung noch offen. Das Gesetz begründet das Verbot damit, dass es theoretisch möglich wäre, aus dem unverarbeiteten Material ausreichend THC zu extrahieren, um eine berauschende Wirkung zu erzielen. Realistisch betrachtet, ist dieses Szenario in der Praxis kaum vorstellbar.

Vielfach ungeklärt scheint die Frage, als was CBD-Präparate verkauft werden, wenn es sich nicht um Arzneimittel handelt. Nahrungsergänzungsmittel? Kosmetika? Aromen?

Richterhammer und CBD-ÖL: Ist CBD legal?
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Was macht CBD im Körper?

Um zu verstehen, wie Cannabidiol, kurz CBD, im Körper wirkt, ist ein Blick ins zentrale Nervensystem nötig. Dort befindet sich das sogenannte Endocannabinoid-System. Es ist an einer Reihe von Funktionen im Körper beteiligt wie:

– Schmerzempfinden
– Freude/Euphorie
– Angst
– Appetit
– Schlaf
– Immunabwehr
– Entzündungen

Ein wesentlicher Teil des Endocannabinoid-Systems umfasst die beiden Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Docken die körpereigenen Cannabinoide (Endocannabinoide) an diese Rezeptoren an, werden bestimmte Funktionen im Körper ausgelöst.

Die Rezeptoren sind fast überall im Körper verteilt, wobei die CB1-Rezeptoren vornehmlich im Gehirn und in Teilen des Rückenmarks zu finden sind. Die CB2-Rezeptoren verteilen sich eher auf die Immunzellen, den Magen-Darm-Trakt oder die Organe. Das Besondere daran: Die Cannabinoide des Cannabis ähneln den körpereigenen Cannabinoiden und können daher ebenso mit dem Endocannabinoid-System interagieren.

CBD kann sich sowohl als Antagonist als auch Agonist zu Rezeptoren des ECS verhalten. Zudem wurde für CBD bereits eine große Anzahl weiterer Wirkmechanismen festgestellt.


Schematische Darstellung: Was macht CBD im Körper
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Ist CBD verschreibungspflichtig?

Kommt darauf an. CBD wird nicht immer als Arzneimittel eingestuft. Je nach Produktart wird es von den Herstellern häufig als Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetik deklariert, zum Beispiel CBD-Produkte wie CBD-Öl, CBD-Kapseln oder CBD-Pflaster etc. Diese sind dann nicht verschreibungspflichtig. Das bedeutet aber auch, dass Hersteller und Verkäufer nicht mit gesundheitsfördernden oder heilenden Eigenschaften werben dürfen.

Es gibt verschreibungspflichtige Medikamente, die CBD enthalten. Davon gibt es auf dem deutschen Markt bisher nur sehr wenige wie Epidiolex, das bei schwer behandelbaren Formen von Epilepsie, dem Lennox-Gastaut-Syndrom oder Dravet-Syndrom, angewendet wird.arzt hält cbd-öl in der Hand und schreibt etwas auf
©iStock / Tinnakorn Jorruang

Wie stellt man CBD her?

CBD liegt in der Hanfpflanze in einer Vorstufe als Cannabidiolsäure (CBDa) vor. Um seine volle Wirksamkeit für den Menschen zu entfalten, muss das CBD aus der Cannabidiolsäure extrahiert werden, das heißt durch chemische Reaktion wird dem CBDa ein Kohlendioxid-Molekül entzogen. Dieser essenzielle Teil des Herstellungsprozesses wird als Decarboxylierung oder Aktivierung des CBD bezeichnet.

Um den Prozess anzustoßen, werden die getrockneten und zerkleinerten Pflanzenbestandteile des Hanfs einer höheren Temperatur ausgesetzt. Nichts anderes passiert, wenn Cannabis geraucht wird, im Volksmund auch als „Kiffen“ bezeichnet.

Entscheidend für die CBD-Qualität ist das Verhältnis von Temperatur zu der Zeit, der das Pflanzenmaterial der Hitze ausgesetzt ist. Je höher die Temperatur, desto schneller die chemische Reaktion, das heißt Umwandlung von CBDa in CBD.

Für die Herstellung ist Fachwissen notwendig, denn ist die Temperatur zu hoch oder die Hitzeeinwirkung zu lang, werden andere wertvolle Bestandteile der Pflanze wie Terpene oder Flavonoide zerstört. Diese verbessern jedoch die Wirksamkeit des CBD (Entourage-Effekt).

Für die industrielle Produktion gibt es verschiedene Verfahren zur Herstellung des CBD-Extrakts. Am häufigsten angewandt werden die CO2-Extraktion sowie die Alkohol- oder Ethanol-Extraktion. Beide zählen zu den effektivsten und schonendsten Verfahren, die neben dem CBD das größte Spektrum an wertvollen Wirkstoffen erhalten.

Bei der CO2-Extraktion löst CO2 – beim Übergang vom gasförmigen in den flüssigen Zustand – das CBD und andere wertvolle Wirkstoffe aus der Pflanze und aktiviert das CBD. Beim anderen Verfahren löst Ethanol die Cannabinoide, Terpene und Flavonoide aus den Pflanzenbestandteilen. Anschließend wird durch Temperatureinwirkung das CBDa in CBD umgewandelt.Wie man CBD herstellt
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Was verstärkt die Wirkung von CBD?

Die Wirkung von CBD kann durch die gleichzeitige Aufnahme fettreicher Kost verstärkt werden, wie Forscher der Universität Minnesota in einer Studie herausfanden: und zwar mit dem Faktor 4.

In einem Versuch wurde Epilepsiepatienten über zwei Wochen hinweg 99%iges CBD verabreicht. Die eine Gruppe nahm das CBD stets mit einem reichhaltigen Frühstück (840–860 kcal) ein, die andere auf nüchternen Magen.
Nach der Einnahme des CBD wurde den Patienten regelmäßig zwischen 0 und 72 Stunden eine Blutprobe entnommen. Dabei stellten die Forscher fest, dass bei der Gruppe, die reichhaltig gefrühstückt hatte, die CBD-Konzentration im Blut nach den vierzehn Tagen viermal höher war als bei der Vergleichsgruppe. Auch die systemische Bioverfügbarkeit lag viermal höher. Dieser Wert gibt an, wieviel CBD tatsächlich in den gesamten Blutkreislauf gelangt und dort für den Körper zur Verarbeitung zur Verfügung steht. Der höchste Wert, der bei Patienten gemessen wurde, lag sogar 14-mal höher.

Zur Kontrolle wurden die Gruppen danach getauscht und der Versuch weitergeführt. Die Ergebnisse konnten dort bestätigt werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass bei gleichzeitiger Aufnahme von Fett eine geringere CBD-Dosis möglich wäre. Dies könnte dann eine Rolle spielen, wenn CBD in hohen Dosen nicht so gut vertragen wird.Üppiges Frühstück - verstärkt die Wirkung von CBD
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Ist CBD im Straßenverkehr erlaubt?

Ja, die Teilnahme am Straßenverkehr, also auch das Autofahren nach der Einnahme von CBD ist legal. Der Konsum jeglicher CBD-Produkte, auch von CBD-Blüten oder CBD-Tees, hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit, da CBD nicht psychoaktiv wirkt.

Problematisch bei einer Verkehrskontrolle kann das Mitführen von CBD-Blüten werden. Zum einen ist der Verkauf von unverarbeiteten Produkten wie CBD-Blüten oder CBD-Tees bisher nicht legal, zum anderen sind sie nicht von THC-haltigen Blüten zu unterscheiden, was beim Kontrollpersonal Misstrauen hervorrufen könnte. Am besten einen Cannabis-Ausweis mitführen, der belegt, dass es sich um ärztlich verschriebenes medizinisches Cannabis handelt.

Sollte ein Drogentest gemacht werden, ist es fast ausgeschlossen, dass dieser positiv ausfällt. Drogentests in Form von Urintests weisen lediglich illegale Stoffe wie zum Beispiel THC nach. Es müsste also schon eine sehr große Menge eines CBD-Produkts eingenommen worden sein oder der im CBD-Produkt enthaltene THC-Gehalt über der zulässigen Obergrenze von 0,2  % gelegen haben, damit ein Urintest positiv ausfällt. In der Regel kann CBD nur durch einen Bluttest nachgewiesen werden.Polizeikontrolle: Ist CBD im Straßenverkehr erlaubt?
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Wonach riecht CBD?

Jeder, der schon einmal Cannabisblüten im Vaporizer oder gedreht als Joint konsumiert hat, kennt den typischen Geruch, der sich bis über einige Meter Entfernung verbreitet. Die Ursache des Geruchs ist nicht, wie vermeintlich zu vermuten, das THC, sondern es sind vornehmlich die sogenannten Terpene, ätherische Öle, die ebenfalls neben den Cannabinoiden in der Hanfpflanze enthalten sind. Von ihnen gibt es viele verschiedene und jedes von ihnen hat einen unterschiedlichen Geruch, von zitronig über süßlich blumig bis zu tannenartig. Je nach Cannabissorte variiert deren Zusammensetzung und Menge. Auch CBD-Blüten enthalten Terpene, sodass sie ähnlich riechen wie THC-Blüten und der Geruch je nach Hanfsorte variieren kann.Grafik von Nase, die Geruch aufnimmt
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Wann hilft CBD?

CBD ist ein vielseitiges Mittel, das bei verschiedensten Beschwerden und Krankheiten eingesetzt werden kann – unter anderem bei Nervosität, Ängsten, Schlaflosigkeit, Schmerzen und neurologischen Erkrankungen. Es ist besonders für seine beruhigende und angstlösende Wirkung bekannt. So kann es bei akuter Nervosität, bei Angststörungen und genereller Unruhe sowie Depressionen verwendet werden. Auch als natürliche Einschlafhilfe hat CBD sich bereits vielfach bewährt.

Durch seinen Einfluss auf diverse Rezeptoren im menschlichen Körper sorgt es für eine Senkung von Stresshormonen, Beruhigung des Nervensystems und der Psyche. Je nach Darreichungsform entfaltet es in wenigen Minuten bis Stunden seine Wirkung.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet von CBD ist der Einsatz bei Schmerzen. Ob Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Gelenkschmerzen – da CBD die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems belegt, welche unter anderem für die Schmerzwahrnehmung zuständig sind, kann es diese effektiv lindern. Auch Muskelschmerzen und Periodenkrämpfe lassen sich dem Einsatzgebiet zuordnen. CBD stellt hierbei eine nebenwirkungsarme und natürliche Alternative zu herkömmlichen Schmerzmitteln dar, die schädliche Auswirkungen auf den Organismus haben können.

Weiterhin scheint CBD auch eine vielversprechende Alternative oder Ergänzung in der Therapie von neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson zu sein. Durch seine schützende Wirkung auf Nervenzellen kann es diese vor weiteren Schädigungen wahren und die Bildung von neuen, gesunden Neuronen unterstützen.Gelenkschmerzen - CBD könnte helfen
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Wer darf CBD nicht nehmen?

Generell gilt CBD als sicher und nebenwirkungsarm. Dennoch sollten einige Personengruppen die Einnahme im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt besprechen oder direkt davon absehen. 

Zu ihnen zählen:

Menschen mit Lebererkrankungen
Menschen, die unter Funktionsstörungen der Leber leiden, könnten diese durch den Konsum von CBD zusätzlich belasten. Das Derivat des medizinischen Cannabis wird in der Leber verstoffwechselt, wodurch eine zusätzliche Belastung entsteht. Daher sollten Menschen mit Lebererkrankungen im Vorfeld der Einnahme mit ihrem Arzt über das Vorhaben sprechen und mögliche Risiken abklären.

Menschen mit niedrigem Blutdruck
CBD wirkt erwiesenermaßen beruhigend und entspannend. Diese Eigenschaft kann in einigen Fällen auf die Senkung des Blutdrucks zurückgeführt werden. Menschen, die bereits unter einem niedrigen Blutdruck leiden, könnten durch den Konsum von Cannabidiol eine Verschlechterung ihres Empfindens erleben. Daher sollten sie dies im Vorfeld mit einem Arzt besprechen.

Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere
Die Auswirkungen von CBD auf die Entwicklung des Embryos sind noch nicht ausreichend untersucht. Um mögliche Entwicklungsstörungen zu vermeiden, sollten Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere von einer Einnahme absehen.

Stillende Frauen
Da CBD in die Muttermilch übergeht und die Wirkung des Cannabis-Derivats auf Säuglinge bisher nicht gut untersucht wurde, sollten stillende Mütter vom CBD-Konsum absehen.

Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen
Einige Medikamente können in Kombination mit Cannabidiol zu Wechselwirkungen unterschiedlicher Art führen. So ist es möglich, dass die Wirkung des Medikaments verstärkt oder abgemindert wird. Da die Verstoffwechselung von CBD die Leber beansprucht, kann es zudem sein, dass Medikamente nicht mehr vollständig metabolisiert und entgiftet werden können. Daher sollten Menschen, die jegliche Medikamente einnehmen, im Vorfeld der CBD-Einnahme mit ihrem Arzt darüber sprechen.Schwangere Frau sollte CBD nicht nehmen
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Wie lange muss man CBD einnehmen, bis es wirkt?

Der Wirkeintritt von Cannabidiol hängt insbesondere von der Darreichungsform ab. Besonders schnell wirkt CBD-Liquid, das mit einer E-Zigarette oder einem Vaporizer, auch Dampfer genannt, inhaliert, verdampft oder geraucht wird. Da die Wirkstoffe binnen weniger Sekunden von den Lungen ins Blut übergehen, ist die Wirkung meist nach wenigen Sekunden spürbar und intensiviert sich im Laufe der folgenden Minuten.

Etwas langsamer, aber immer noch im Zeitraum von Minuten, wirken CBD-Öl und CBD-Sprays. Sie werden in den Mundraum, oft unter die Zunge, gegeben, wo sie über die Schleimhäute rasant in die Blutbahn übergehen. Eine Wirkung ist in diesen Fällen innerhalb von Minuten spürbar.

CBD-Kapseln, CBD-Blüten und CBD-Kristalle wirken oft etwas langsamer. Sie entfalten ihre Effekte erst, nachdem sie im Verdauungstrakt angelangt sind. Dies ist nach etwa 30 bis 90 Minuten zu erwarten. Daher eignen sie sich eher für die Anwendung bei chronischen Beschwerden.Kalender: Wie lange muss man CBD einnehmen, bis es wirkt?
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Bei welchen Krankheiten hilft CBD?

CBD kann bei kleineren Beschwerden oder Leiden wie Nervosität, Einschlafproblemen oder depressiven Verstimmungen über chronische Schmerzen und Hauterkrankungen bis hin zu Autoimmunerkrankungen und Krebs angewendet werden.
Es wirkt auf die Vanilloid-1, Vanilloid-2-, Glycin-, GPR55- und Sigma-1-Rezeptoren – und hat damit unter anderem Einfluss auf die Entstehung von Ängsten, innerer Unruhe, Schmerzen und Entzündungen.

Krankheiten, bei denen CBD eingesetzt wird:

– Depressionen
– Angststörungen
– chronische Schmerzen
– Arthritis und Arthrose
– Hauterkrankungen
– Epilepsie
– Diabetes Typ 2
– Krebs

Cannabidiol ist ein sogenannter pleiotropischer Wirkstoff, weil er über verschiedene molekulare Wege zahlreiche Effekte erzielt. Identifiziert sind in der wissenschaftlichen Literatur bislang mehr als 65.

Besonders bekannt ist die beruhigende und entspannende Wirkung, die vor allem bei Ängsten, Nervosität und posttraumatischen Belastungsstörungen förderlich sein kann. Nebenbei verbessert es bei vielen Menschen die Schlafqualität, was sich wiederum positiv auf bestehende Krankheiten auswirkt, da im Schlaf wichtige Prozesse der Regeneration ablaufen.

Auch schmerzende und entzündliche Krankheiten können durch die Wirkung von CBD auf das Endocannabinoid-System behandelt werden. Bei schweren Verläufen kommt oft eine Ergänzung von CBD zu den bestehenden Medikamenten infrage. Möglicherweise kann dadurch die Dosis der Medikamente gesenkt oder eine generelle Verbesserung des Wohlbefindens erreicht werden.Wissenschaftler, die untersuchen, bei welchen Krankheiten CBD hilft
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Wann wirkt CBD, wenn man es raucht?

Wird CBD inhaliert, gelangt es innerhalb weniger Sekunden in die Lungen und von dort aus sofort in den Blutkreislauf. Ein Wirkeintritt ist daher oft bereits nach einigen Sekunden spürbar, sofern die Dosis passend eingestellt ist. Die Wirkung hält in der Folge für etwa zwei bis vier Stunden an.

Aufgrund des enorm schnellen Wirkeintritts eignet das Rauchen von CBD sich besonders gut, um akute Symptome zu mindern.Vaporizer zum Rauchen von CBD
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Wie reagiert CBD mit Alkohol?

Wer nach dem CBD-Konsum oder während des Rauchens von CBD Alkohol trinkt, kann leichte Nebenwirkungen erwarten. Sowohl CBD als auch Alkohol haben Einfluss auf das Nervensystem und können dieses in Kombination umso stärker beeinflussen

Da beide Substanzen eine eher beruhigende Wirkung haben, ergänzen sie sich darin gemeinsam und können in Kombination umso stärker für eine Herunterregulierung des Nervensystems sorgen. Leichte oder stärkere Müdigkeit bis hin zu Sedierung sind mögliche Folgen.

Ebenso verhält es sich mit dem Blutdruck. Beide Substanzen sind bekannt dafür, dass sie diesen senken können, indem sie eine entspannende und gefäßerweiternde Wirkung auf die Blutgefäße ausüben. Zusammen eingenommen können CBD und Alkohol folglich für einen umso stärkeren Blutdruckabfall sorgen. Dies kann in der Folge dazu führen, dass das Herz schlechter Blut durch den Körper pumpen kann, was möglicherweise wiederum zu Schwindelgefühlen und Benommenheit führt. Bei besonders niedrigem Blutdruck kann es sogar bis zur Ohnmacht kommen. Daher sollten CBD und Alkohol nicht in der Kombination konsumiert werden. Marihuanablatt und Weinglas: Wie reagiert CBD mit Alkohol?
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Wird CBD beim Drogentest angezeigt?

Drogentests suchen nach verbotenen Substanzen in Blut, Urin, Speichel oder Haaren. Da CBD in Deutschland eine legale Substanz ist, wird es nicht in einem Drogentest angezeigt.

Die einzige Substanz, die im Zusammenhang mit CBD beim Drogentest problematisch werden kann, ist THC. Diese psychoaktive und berauschende Verbindung der Hanfpflanze ist für das typische High beim Konsum von Cannabis verantwortlich. In Deutschland ist der erlaubte THC-Gehalt gesetzlich geregelt und beträgt maximal 0,2 % in CBD-Produkten. Dies soll gewährleisten, dass der CBD-Konsum keinen berauschenden Effekt auslöst.

Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Drogentest nach CBD-Konsum positiv ausfällt.Laborantin weiß, dass CBD nicht bei Drogentest angezeigt wird
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Dieser Artikel beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zu einem Gesundheitsthema und dient somit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen unsere Redakteure nicht beantworten.

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